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Mettmann
Keine Chance für Gammelfleisch bei den Lebensmittelkontrolleuren

Mettmann: Keine Chance für Gammelfleisch bei den Lebensmittelkontrolleuren
Dirk Kuhlmann (links) untersucht bei seinem Betriebsbesuch auch die Temperatur der zubereiteten Hähnchenschenkel. FOTO: Kreis Mettmann
Mettmann. Mit Kittel, Haube, Überschuhen und Digicam ausgestattet überprüft Dirk Kuhlmann Betriebe, die mit Lebensmitteln zu tun haben. Von Theresa Gerks

Mettmann Mäusekot im Lager, Schwarzschimmel an der Untertischkühlung, frische Backwaren auf nicht gereinigten Präsentationsblechen - der Jahresbericht des Amtes für Verbraucherschutz hat für Wirbel gesorgt. Doch wer entdeckt diese Missstände in Betrieben, dokumentiert sie, lässt sie untersuchen, ergreift Maßnahmen und bringt sie an die Öffentlichkeit?

Dafür ist das Amt für Verbraucherschutz beim Kreis Mettmann zuständig. Zehn Kontrolleure und ein Assistent überprüfen Betriebe im Kreis und nehmen Proben, die in der Abteilung Chemische- und Lebensmitteluntersuchungen überprüft werden.

Dirk Kuhlmann ist solch ein Lebensmittelkontrolleur beim Kreis Mettmann. Seine Aufgaben sind breit gefächert und er erlebt immer wieder Überraschungen - vor allem, wenn es in den Außeneinsatz geht. Mit Kittel, Haube, Überschuhen und Digicam ausgestattet, besucht er Betriebe, die mit Lebensmitteln zu tun haben, wie Supermärkte, Kantinen, Restaurants, aber zum Beispiel auch Kirmesstände. Ebenfalls werden kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände, Spielwaren und Tabakerzeugnisse überwacht. "Wir gehen grundsätzlich unangekündigt in die Betriebe und schreiben anschließend einen Bericht und darauf aufbauend eine Risikobeurteilung." Heute geht es zu einem Caterer. Kuhlmann untersucht die Kühlkette bei der Warenanlieferung und -abgabe, er prüft die Mindesthaltbarkeits-Sortierreihenfolge im Trockenlager, schaut nach möglichen Motten und Reiskäfern, checkt die Hygieneschleuse. Nichts entgeht seinem erfahrenen Blick - wie viel Fett klebt unter der Dunstabzugshaube, haben die Fenster einen Insektenschutz, sind Rückstellproben von mindestens 200 Gramm vorhanden, ist die Decke geschlossen, damit auch ja nichts ins Essen fällt? Bürgerbeschwerden und Hinweise sind beim Amt einzureichen, das dann überprüft. Das geht unter der Telefonnummer 02104 991856 oder per E-Mail an verbraucherschutz@kreis-mettmann.de. Auf der Homepage des Kreises kann ein passendes Formular heruntergeladen werden. Dort ist auch der aktuelle Jahresbericht des Amtes für Verbraucherschutz einsehbar.

Quelle: RP
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