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Mettmann
Kinder lernen richtiges Verhalten auf der Straße

Mettmann: Kinder lernen richtiges Verhalten auf der Straße
Sommerferienprogramm mit Verkehrserziehung: Polizist Udo Loppnow mit Melissa am Zebrastreifen. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. 22 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren lernen derzeit beim Feriencamp von Mettmann-Sport viel über das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Polizeihauptkommissar Udo Loppnow kennt die meisten Kinder bereits aus den Kindergärten. Von Christoph Zacharias

Der Verkehrsexperte der Kreispolizeibehörde versteht es, kindgerecht den Kleinen die Grundregeln beizubringen. Milo ist ein richtiger Verkehrsexperte. Der Junge hat auf jede Frage die richtige Antwort. Er weiß, wie man sich am Zebrastreifen zu verhalten hat, kennt die Kinder- und die Erwachsenenseite auf dem Bürgersteig ("da wo die Häuser stehen, ist die Kinderseite"). Doch das ist nicht alles: Als Loppnow die Kinder fragt, was man an Ein- und Ausfahrten zu bedenken hat, kommt wie aus der Pistole geschossen: "Man muss stehenbleiben und schauen, ob ein Auto rein- oder rausfährt." Und woran kann man erkennen, dass ein Auto kommt? "Am Motorengeräusch, oder ob ein Mensch ins Auto einsteigt oder es verlässt.

Ziemlich professionell, was die Kinder da gelernt haben. Dies finden auch Sport- und Fitnesskauffrau Doris Romanowicz und ihre Kollegin Carina Bommesberger. Die beiden Frauen haben das Sommercamp zusammen mit Helfern organisiert. Die Idee entstand vor zwei Jahren während des Kita-Streiks, sagt Romanowicz. Damals mussten die Kinder in den Ferien sinnvoll beschäftigt werden, weil die Kitas bestreikt wurden und geschlossen waren. Mettmann-Sport sprang in die Bresche und organisierte ein Freizeitcamp. Die Eltern waren glücklich, die Kinder auch. "Diese Idee haben wir weiter geführt. Jetzt findet zum zweiten Mal das Kita-Camp statt", sagt Bommesberger.

Die Kinder kommt um 7.30 Uhr, beziehungsweise 8 Uhr, in die Gustav-Bovensiepen-Halle an der Neanderstraße. Dann gibt's Frühsport, Frühstück, anschließend stehen Sport, Spiel und Spaß auf dem Programm. In dieser Woche heißt das Schwerpunktthema "Wir im Straßenverkehr", in der nächsten Woche dreht sich alles um den Neandertaler.

Mittlerweile geht die theoretische Verkehrserziehung in der ersten Gruppe in die finale Phase. Loppnow fragt nach den verschiedenen Ampelschaltungen (zwei Farben für Fußgänger, drei für Autofahrer). Als er nach der Bedeutung des gelben Lichtes für Autofahrer fragt, sagt Milo: "Bei Gelb kann man noch fahren, wenn man das hinkriegt." Nicht ganz korrekt, aber entspricht in etwa der Realität. Schließlich geht es mit Warnwesten bewaffnet auf die Straße, wo das eben Erlernte praktisch geübt wird. Die Übrungen am Zebrastreifen auf der Neanderstraße funktionieren sehr gut.

Quelle: RP
 
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