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Kreis Mettmann
Klinik Niederberg: Ärzte sprechen zum Tabuthema Hämorrhoiden

Kreis Mettmann. Sie werden belächelt und sind ein beliebtes Thema für Witze: die Hämorrhoiden. Erkrankungen im Enddarmbereich werden aus Scham häufig verschwiegen und ausgesessen - und dass, obwohl die Patienten unter großen Schmerzen leiden. Experten am Helios-Klinikum Niederberg begegnen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Medizinforum" am heutigen 30. November ab 18 Uhr diesem Tabuthema und informieren über die Entstehung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Erkrankungen im Bereich des Enddarms und Analkanals sind in Deutschland weit verbreitet. Besonders über 50-Jährige leiden häufig unter Hämorrhoiden, welche starke Schmerzen auslösen und den Stuhlgang zunehmend erschweren. "Trotzdem scheuen viele Menschen den Gang zum Arzt, denn Hämorrhoiden sind in der Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema", weiß Dr. Thomas Ehmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios-Klinikum Niederberg. Hämorrhoiden sind etwas ganz Natürliches, denn jeder Mensch hat sie, weil sie den Schließmuskel beim Feinabschluss des Enddarms unterstützen. "Sie werden erst dann krankhaft oder verursachen Symptome, wenn die Hämorrhoiden ihre Position im Analkanal verlassen und nach außen vorwandern und sich das Blut staut", erklärt der Mediziner. Symptome sind zum Beispiel Nässen, Juckreiz und vor allem Blutungen.

"Man unterscheidet echte, innere Hämorrhoiden und unechte, äußere Hämorrhoiden. Liegt ein Hämorrhoidalleiden vor, ist neben der korrekten Lokalisation der Erkrankung auch die Einteilung in unterschiedliche Schweregrade entsprechend ihres Ausmaßes wichtig für eine erfolgreiche Behandlung", sagt er.

Bei Blut im Stuhl kann der Arzt bereits aufgrund der Art der Beschwerden, des Aussehens der Blutung und der Vorgeschichte des Patienten einige Anhaltspunkte auf die zugrunde liegende Ursache gewinnen. "Bei Hämorrhoiden kommt es meist dazu, dass sich hellrotes Blut auf den Stuhl auflagert, der sogenannte Blutstuhl entsteht", sagt er.

Auch Schmerzen treten bei fortgeschrittenem Hämorrhoidalleiden auf. "In jedem Fall sollten Betroffene sich umgehend bei einem Facharzt vorstellen sobald Beschwerden auftreten oder sie Blut im Stuhl feststellen. So können Hämorrhoiden korrekt diagnostiziert und andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Bei frühzeitiger Behandlung und Therapie kann zumeist eine bessere und nachhaltige Heilung erzielt werden", erklärt Ehmann.

Über Diagnostik und Therapiemöglichkeiten informieren Ehmann, Oberarzt Dr. Jörg Barkus und der Arzt Dr. Gerd Aretz um 18 Uhr in den Sitzungszimmern I und II. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Quelle: RP
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