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Mettmann
Königshof-Umbau erst im nächsten Jahr

Mettmann: Königshof-Umbau erst im nächsten Jahr
Der Eingangsbereich zur Kö-Galerie von der Talstraße aus soll völlig neu gestaltet werden. Er ist heute unscheinbar und wenig einladend. Die Treppe von der Karstadtbrücke zur Talstraße soll wegfallen. Darüber ist noch nicht das letzte Wort gesprochen worden. FOTO: ILG HOLDING GMBH
Mettmann. Galerie-Betreiber IGL arbeitet an Bauanträgen für Parkhaus und Ladenetagen. Das Weihnachtsgeschäft bleibt ungestört. Von Dirk Neubauer

Die Ausgabe von zehn Millionen Euro will sorgfältig geplant sein. Deshalb bittet der Eigentümer der Königshof-Galerie, die Münchener ILG Holding GmbH, Nachbarn, Besucher und Ladenbesitzer noch um etwas Geduld. In etwa vier Wochen soll der Bauantrag für den Umbau des Parkhauses im Mettmanner Rathaus eingereicht werden. Anfang 2018 werde der Bauantrag für das Aufhübschen der Eingänge und der Laden-Etagen folgen. Die klare Botschaft: Das Weihnachtsgeschäft 2017 werde nicht angetastet, so eine Sprecherin des Eigentümers. Wann mit dem Umbau begonnen werden könne, hänge davon ab, wie rasch die Verwaltung die Bauanträge bearbeite.

Ende Juni hatte der geschäftsführende Gesellschafter der ILG, Florian Lauerbach, im Rahmen einer großen Pressekonferenz umfassende Verbesserungen für die Kö-Galerie und das Parkhaus nebenan angekündigt. Letzteres wird vom Eigentümer als viel zu eng, zu unübersichtlich und bei Nässe als zu rutschig empfunden. In vergleichbaren Einkaufszentren rollten 60 Prozent der Kunden mit dem eigenen Wagen an; in Mettmann seien dies nur 30 Prozent, ergab eine eigene Kundenbefragung. Das müsse vorrangig geändert werden, hieß es auf Nachfrage unserer Zeitung gestern.

Was die für den Eingang und den Innenraum vorgeschlagenen Veränderungen betreffe, plane man einen intensiven Meinungsaustausch mit den Ladenmietern und Gastronomen der Galerie. Erst danach könne ein Bauantrag verfasst und bei der Stadt eingereicht werden. Während Bürgermeister Thomas Dinkelmann die Planungen des neuen Eigentümers in höchsten Tönen gelobt hatte, kam Kritik von Seiten der Bürger. In einem offenen Brief hatte sich der Heimatverein Aule Mettmanner an die Stadt gewandt und die Modernisierung in zahlreichen Punkten kritisiert.

Dabei reichte die Liste der Beschwernisse von vier Platanen, die neuen Parkhausrampen zum Opfer fallen sollen. "Nicht nur, dass wir Bäume verlieren, es leidet dadurch das Stadtbild und die ohnehin dürftige Ansicht auf diesem Komplex erheblich", kritisierte der Aule-Vorsitzende Friedel Liesenkloss. Die besagten Platanen aber sind laut Auskunft der Stadt im Wurzelwerk geschädigt und erfordern viel Extrapflege. Bürgermeister Dinkelmann verweist auf den Ausgleich durch 13 neue Bäume, die auf der Breite Straße gepflanzt werden sollen.

Kritik haben die Aulen Mettmanner auch an den zusätzlichen Rampen für das Parkhaus und dem neu gestalteten Südeingang. Pauschal gesagt wirkt die zunächst als Idee vorgestellte Planung auf die Aule als zu voluminös, zu klotzig. Zudem kritisierten die Aulen den Wegfall der Treppe zum Übergang über die Talstraße. Diese verhindere zwar die Barrierefreiheit, doch ihr Wegfall bedeute eine weitere Beeinträchtigung für die Mettmanner. Aus Sicht der Stadt profitiere der gesamte Handel von einer runderneuerten Königshof-Galerie.

Quelle: RP
 
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