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Bernd Huckels
Krankenhaus wäre gefährdet gewesen

Bernd Huckels: Krankenhaus wäre gefährdet gewesen
Geschäftsführer Bernd Huckels hat jetzt einen Imagefilm übers Krankenhaus produzieren lassen. FOTO: DJ
Mettmann. Vor 25 Jahren wurde die GmbH gegründet. Ohne Investitionen hätte das Hospital nicht überlebt. Wir haben mit Bernd Huckels, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, gesprochen.

RP: Was änderte sich bei der Gründung der GmbH im Jahr 1990?

Huckels Damals wurde die Trägerschaft des Evangelischen Krankenhaus Mettmann in die Rechtsform der GmbH übertragen. Mit der Etablierung der Geschäftsführung in der GmbH lagen dann Entscheidungskompetenzen und Verantwortungsbereiche in einer Hand. Mit dem Aufsichtsrat sind Entscheidungen von langfristiger und besonderer Bedeutung abzustimmen.

Sie haben als Geschäftsführer das Evangelische Krankenhaus nach vorn gebracht. Was waren Ihrer Meinung nach die wichtigsten Entscheidungen?

Huckels Die Situation der Klinik im Jahr 1990 erforderte sofortige Entscheidungen hinsichtlich der personellen und investiven Weiterentwicklung. Ich denke, im Rückblick ist es uns in allen 25 Jahren gut gelungen, hervorragende Ärzte und bestens ausgebildetes Pflegepersonal an unser Krankenhaus zu binden. Nicht zuletzt waren auch die umfangreichen Investitionen in moderne Gebäude und zukunftsweisende Medizintechnik bedeutende Meilensteine und wichtige Voraussetzungen, um heute ein so hochqualifiziertes und breites medizinisches Leistungsspektrum in Mettmann vorhalten zu können. Seit Jahren sind in unserem Haus Standards für Hygiene und Patientensicherheit etabliert, die deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Darüber hinaus sind wir stolz, dass die tradierten Werte des Evangelischen Krankenhauses Mettmann, dass im Jahr 1874 von Mettmannern Bürgern gegründet wurde, in das heutige Anforderungsprofil eines nach modernsten Gesichtspunkten ausgerichteten Krankenhauses übertragen werden konnten.

Wäre die Zukunft des EVK ohne die Investitionen gefährdet gewesen?

Huckels Ja, ohne jeden Zweifel.

Braucht ein Krankenhaus wie das EVK die Kooperationspartner?

Huckels Ja, Kooperationspartner sind sehr wichtig. Die ausgezeichnete vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten ist an aller erster Stelle zu nennen. Ebenfalls hat sich die gute medizinische Zusammenarbeit mit den Maximalversorgern in den Großstädten außerordentlich bewährt - dabei denke ich zum Beispiel an die in unserem Hause, rund um die Uhr verfügbare spezielle Schlaganfalleinheit.

Wie sieht die Zukunft der geburtlichen Station am EVK aus?

Huckels Unsere Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe liegt uns sehr am Herzen. Besonders erfreut sind wir, dass der neue Chefarzt Herr Dr. Clemens Stock bei seinen Patientinnen und den werdenden Eltern eine derart positive Resonanz hat und die Abteilung beste Qualität und gute Zahlen ausweist.

Wann wird der Umbau der Stationen (Reduzierung der Betten pro Zimmer und mehr Toiletten) abgeschlossen sein?

Huckels Im Zeitraum der nächsten drei Jahre soll die Modernisierung der noch nicht umgebauten Stationen abgeschlossen werden. Schon jetzt konnten die Mehr-Bett-Zimmer-Belegungen deutlich reduziert werden.

Der Sparkurs macht auch nicht vor dem EVK halt. Mit welchen Einsparungen müssen die Patienten rechnen? Man hört, es gebe weniger Wurst zum Abendbrot.

Huckels Wir werden versuchen durch Prozessoptimierungen die Verweildauern unserer Patienten weiter zu reduzieren - davon werden alle profitieren. Einsparungen in der medizinischen Versorgung, beim Personal oder dem Essen wird es nicht geben. Wir befragen unsere Patienten hinsichtlich ihrer spezifischen Essenswünsche, um möglichst Abfälle nicht verzehrter Speisen zu vermeiden. Vielleicht gab es deshalb den ein oder anderen Patienten, der meinte etwas weniger bekommen zu haben.

CHRISTOPH ZACHARIAS STELLTE DIE FRAGEN

Quelle: RP
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