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Mettmann
Kreis ändert endlich die Ampelschaltung

Mettmann: Kreis ändert endlich die Ampelschaltung
Wie in dieser Fotomontage soll es später aussehen. Die Linksabbieger erhalten eine eigene Ampel. FOTO: Mikko Schümmelfelder
Mettmann. Die Kreuzung an der B7/Elberfelder Straße hat sich zum Unfallschwerpunkt entwickelt. Von Sabine Maguire

Vier Unfälle allein im vergangenen Jahr. In drei davon waren Linksabbieger verwickelt, die auf der B7 vom Gruitener Weg aus kommend in die Elberfelder Straße abbiegen wollten, ohne auf den aus Wuppertal kommenden Gegenverkehr zu achten. Bei einem der drei Unfälle gab es sieben Verletzte, ein Motorradfahrer hatte noch im letzten Augenblick von seiner Maschine springen können und blieb leicht verletzt.

Erst kürzlich hat es an der Kreuzung in der Nähe des ehemaligen Gasthofs "Drinhausen" erneut gekracht und diesmal gab es einen schwerverletzten Mottoradfahrer. Das Problem an dieser Stelle: Für die Linksabbieger in Richtung Elberfelder Straße und den Geradeausverkehr in beide Richtungen schaltet die Ampel gleichzeitig auf grün. Vor allem Ortsunkundige aus Richtung Wuppertal kommend rechnen dann offensichtlich nicht mit Abbiegern in die Elberfelder Straße. Und die wiederum gehen fälschlicherweise davon aus, dass sie bei grüner Ampel nicht auf den Gegenverkehr achten müssen.

Nun hat die Unfallkommission des Kreises Mettmann reagiert. Auf Nachfrage der RP kündigte Thomas Fritsch an: "Die Linksabbiegerspur in die Elberfelder Straße wird eine gesonderte Ampelschaltung bekommen." Der stellvertretende Leiter der Unfallkommission berichtete von der letzten Zusammenkunft der Sachverständigen, zu denen auch Vertreter der Kreispolizeibehörde gehören. Auch dort hat man das Problem mittlerweile erkannt, die "Kreuzung Drinhausen" wurde als Unfallschwerpunkt klassifiziert. "Dafür müssen mehrere Kriterien zusammenkommen", spricht Thomas Fritsch über die internen Abläufe. Zu denen gehörte kürzlich auch eine Ortsbegehung, um sich ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. Nun steht also fest: Der Linksabbiegerverkehr in Richtung Mettmann wird zukünftig getrennt vom Geradeausverkehr geregelt.

Schaut man sich an der Kreuzung genauer um, trägt dort so manches zur Verwirrung bei. Aus Richtung Gruiten kommend, wird man zwar durch einen gelben Pfeil vor dem Abiegerverkehr in in die Elberfelder Straße gewarnt - allerdings erst nach der Ampel und damit im Grunde zu spät. Wer aus Wuppertal auf die Kreuzung zufährt, wird erst kurz davor von dem auf Landstraßen üblicherweise erlaubten Tempo 100 auf 70 und dann auf 50 Stundenkilometer abgebremst. Bis vor wenigen Tagen war das Tempo 50-Schild noch zugewachsen, mittlerweile wurde es freigeschnitten.

Zur potentiellen Gefahrenstelle hat sich auch die Straßenquerung zur Kölnischen Landstraße entwickelt. Mit zunehmendem Freizeitdruck überqueren dort immer häufiger Fußgänger, Radfahrer und Reiter die Straße inmitten der Kurve, um ihren Weg in Richtung Wülfrath oder Schöller fortzusetzen. Theoretisch gilt dort noch Tempo 100. Auf das Problem angesprochen, will man nun allerdings über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 kmh an dieser Stelle nachdenken.

Quelle: RP
 
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