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Mettmann
Kunsthaus zeigt kreative Vielfalt

Mettmann: Kunsthaus zeigt kreative Vielfalt
Heute wird die Ausstellung im Mettmanner Kunsthaus eröffnet. Rolf Lilie, Katia Anglano und Angela Hiß freuen sich auf die Gäste. FOTO: Achim blazy
Mettmann. Heute öffnet an der Mühlenstraße eine Ausstellung und lädt ein zum Betrachten und Erleben. Auf die Ausstellung dreier Künstler total unterschiedlicher Art dürfen sich die Kunstfreunde freuen. Von Hanna Eisenbart

Katia Anglano ist gebürtige Mettmannerin und ihrer Heimatstadt treu geblieben. Schon als Jugendliche hat sie fotografiert und ist diesem Hobby mit Haut und Haar verfallen. Die gelernte Bankkauffrau arbeitet noch heute bei der Kreissparkasse und widmet ihre Freizeit dem Erspähen von Motiven, um diese dann abzulichten.

Nun erfüllt sich ihr Wunsch, sich bekannt zu machen, bei dieser - ihrer - ersten Ausstellung, die heute um 14 Uhr im Kunsthaus eröffnet wird. Dafür hat sie das Projekt "Bilder aus dem Alltag" gestartet und im Jahr 2015 jeden Tag ein Foto geschossen. Aus diesem Fundus hat sie ca. 60 Bilder für die Exposition ausgesucht. Triebfeder der Autodidaktin ist vor allem die Intuition und daher sind ihre Fotos in kein Schema zu pressen. Mit einer Art naiver Freude am Leben stellt sie auch scheinbar Unwesentliches in den Fokus und verleiht dem Alltag dadurch etwas Besonderes.

Angela Hiß hat nach ihrer Ausbildung zur Ergotherapeutin ihrer Leidenschaft für die Kunst nachgegeben und an der Kunsthochschule Kassel ihr Diplom gemacht. Mit einem Stipendium der Friedrich- Ebert-Stiftung hat sie ihre Studien in London fortgesetzt und 1999 mit dem Master abgeschlossen. Ihre Kunst steht auf drei Beinen: Holz, Zeichnungen und Videoinstallationen. Aber: Ihr Werkstoff ist das Holz. Um ihm die Schwere zu nehmen, hängt sie ihre Plastiken auf, - sie scheinen zu schweben. Bereits 1998 hat die Düsseldorferin den Kasseler Kunstpreis erhalten und seit 2000 sind die Werke der freischaffenden Künstlerin auf diversen Ausstellungen und auch dem Schleswig- Holstein- Musik- Festival zu erleben.

Auch Rolf Lilie hat schon in seinen Jugendjahren das Fotografieren als Hobby erwählt und zeigt Bilder, die 2008 in Palmyra entstanden sind. Diese Dokumentation der von dem IS zum Teil zerstörten antiken Stadt in Syrien ist ein unwiederbringlicher Schatz und lässt die Schönheit antiker Tempel und Säulenalleen erfahren.

Rolf Lilie ist Mitglied der Foto- Community und Mitarbeiter der Internationalen Foto-Presse-Agentur Haag und liefert Beiträge für die Photokina. In zahlreichen Ausstellungen hat er Reise- und Landschaftsfotografie thematisiert und Veränderungen der Natur festgehalten.

Seine Reise nach Syrien hat dem Neu-Mettmanner wohl soviel Anregungen geboten, dass der Raum im Kunsthaus nicht ausreichte, um alle Fotos hängen zu können. Darum lädt zusätzlich ein Sonderband zum Schmökern ein, in dem das pralle Leben des damals noch unverwundeten orientalischen Landes nachzuvollziehen ist. Szenen aus Aleppo, das heute nur noch das Grauen des Krieges und totale Zerstörung kennt, erlebt hier eine papierene Reinkarnation.

So darf der Kunst liebende Besucher gespannt sein, auf die so unterschiedlichen Werke, denen im Kunsthaus bis zum 30. Oktober Raum gegeben wurde.

Überhaupt - dieses Kunsthaus. Es ist ein Juwel, voller Historie, in dem sich Kunst der Moderne und Althergebrachtes begegnen, ja vereinen können. Ein wunderschönes Domizil für die Kunst, das an der Mühlenstraße entstanden ist.

Quelle: RP
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