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Wülfrath
Landjugend hilft Lindenschule

Wülfrath: Landjugend hilft Lindenschule
Alle Mann ran, heißt es bis Sonntag beim Einsatz der Landjugend an der Lindenschule. FOTO: RPO
Düsseldorf. Bei der 72-Stunden-Aktion "Wir fürs Land" wird eine sumpfige Wiese trockengelegt. Der Boden wird für ein neues Spielgerät vorbereitet, Bänke werden renoviert oder erneuert. Von R. Mairose-Gundermann

Die Landjugend Wülfrath-Aprath beteiligt an der 72-Stunden-Aktion des Bundesverbandes "Wir fürs Land". Vor den gespannten Jugendlichen öffnete Donnerstag, 18 Uhr, "Agent" Landwirt Bernd Kneer auf dem Hof von Familie Frisch den Umschlag mit der Aufgabenstellung. Im Eiltempo ging es zur Ortsbesichtigung an die Lindenstraße. Seither wird gedacht, geplant, beschafft und geschuftet. Die Aufgabe lautet, den hinteren Schulhof der Lindenschule für das Aufstellen eines Spielgerätes vorzubereiten. Das heißt, Wiesengelände auskoffern, gerüttelte Schotterschicht als Drainage einführen, Holzspäne verteilen, Bänke abbauen, streichen neu aufstellen.

Arbeit mit schwerem Gerät

An der Lindenschule sah es gestern gewaltig aus. 60 Kubikmeter geraspelte Holzecken und 30 Kubikmeter Rheinkalk-Split lagerten auf dem vorderen Schulhof. Ein Baustoff-Transporter kam mit noch mehr Material. Zehn Aktive der Landjugend hatten die Ärmel hochgekrempelt. Heute und morgen packen 25 Mitglieder an. Felix Rauch manövrierte Trecker und Anhänger durch die schmale Durchfahrt zum hinteren Schulhof. Anne Imbusch mühte sich ab, Schrauben aus Beton- und Holz-Bänken zu drehen. In Teamarbeit wurde die Rückwand der Toiletten mit Hochdruckreiniger gesäubert. "Das gehört nicht zur Aufgabe. Wenn alles schön wird, können wir das doch nicht schäbig lassen", meinte Alexander Lutz.  Das Auskoffern des Wiesengeländes entpuppte sich als echte Herausforderung. Christopher Korpis und Walter Mayer, auf relativ kleinen Schaufelbaggern ("richtiges Männerspielzeug", kalauerte die weibliche Jugend), holten aus der Erde Stück für Stück tonnenschwere Betonklötze, an denen Kletterstangen verankerte waren. "War wohl für die Ewigkeit. Hätten mehrere Elefanten darauf stehen können", wurde am Rand gescherzt.

Zwischendurch erkundigte sich Ruth Lindemeyer nach dem Bedarf belegter Brötchen. "Ich habe noch einen Bohrhammer vorbeigebracht. Vielleicht könnt ihr den zum Zerkleinern der Sockel brauchen", sagte Rheinkalk-Mitarbeiter Peter Buys. Lehrerin Angelika Besche, die für die Schule das Projekt begleitet:. "Toll, etwas Besseres konnte uns gar nicht passieren."

Die Landjugend sei mit der Aufgabe sehr zufrieden, sagte Axel Lutz, der selbst einmal zur Lindenschule ging. "Genau so eine Aufgabe haben wir uns gewünscht. Wir tun etwas für die Kinder, helfen der Schule und dem Förderverein."

Sonntagabend, 18 Uhr, soll alles fertig sein, einschließlich Hecken schneiden und Bänke streichen. Nach der offiziellen Übergabe wird ein bisschen gefeiert.

Quelle: RP
 
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