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Mettmann
Landschaftsschutz: Grüne lassen Kritik nicht gelten

Mettmann. Die von CDU und Bauern vorgebrachten Argumente lassen die Grünen abprallen. Das neue Gesetz sei gut. Von Oliver Wiegand

Landrat Thomas Hendele befürchtete nicht weniger, als eine Entmachtung des Kreistages und will sich in das Gesetzgebungsverfahren einmischen. Auch die Bauern sind auf dem Baum und fühlen sich durch das von Rot-Grün schon fast verabschiedete Landschaftsschutzgesetz benachteiligt.So soll das neue Gesetz . die zukünftige Umwandlung von Grünland in Ackerland einschränken.

Jetzt äußerte sich die Grüne Fraktion im Kreistag zum Thema. Offenbar ist trotz aller Kritik nicht mehr viel zu machen. Die Landesregierung wird nach der Sommerpause das neue Landesnaturschutzgesetz verabschieden. Die Kreistagmitglieder von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN begrüßen das neue Gesetz uneingeschränkt und haben die Landtagsabgeordneten aufgefordert, das ausgewogene und alle Interessen berücksichtigende neue Landesnaturschutzgesetz in der vorliegenden Form zu verabschieden, heißt es aus den Reihen der Grünen.

Die Notwendigkeit für dieses Gesetz ergebe sich unter anderem daraus, dass das zu ersetzende bisherige Landschaftsgesetz beim Schutz der Natur auf vielen Ebenen versagt lmehat und deshalb dringend der Revision bedarf. Ein Beispiel sind die dramatischen, unwiederbringlichen Verluste bei der heimischen Flora und Fauna. Die aktuelle "Rote Liste" weise 45 Prozent der heimischen Tier, Pflanzen und Pilze als gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits als ausgestorben aus.

"Da die "modernen" Äcker tot gespritzt und gedüngt sind, ist wenigstens noch der Erhalt des Grünlandes als Lebensraum für die wenigen noch existierenden heimischen Tiere und Pflanzen unbedingt erforderlich. Verzweifelte Versuche aus der Bevölkerung über Blühstreifen und -wiesen die Reste der heimischen Flora und Fauna zu retten, können das Problem alleine nicht lösen. "Hier sind die klaren gesetzlichen Regelungen des neuen Gesetzes zum Schutz der noch vorhandenen Naturbestände dringend erforderlich", sagt Felix Gorris, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN.

Die Stärkung der bisherigen Beiräte in der neuen Form als Naturschutzbeiräte ist ebenso zu begrüßen, da nur hier und in den Umweltausschüssen die ausgewiesenen Experten für den Schutz von Flora und Fauna sitzen. Nur wenn einmal der Umweltausschuss und der Naturschutzbeirat sich bei einem Problem nicht einigen können, tritt als Schlichter die Bezirksregierung als "höhere Naturschutzbehörde" auf.

"Der Schutz und Erhalt der Natur und der Naturräume - insbesondere für die, von der bisherigen negativen Entwicklung betroffenen zukünftigen Generationen - muss unbedingt Vorrang vor politischen Machtspielen und nicht nachvollziehbaren, die Natur zerstörenden finanziellen Interessen haben", so Felix Gorris, Mitglied im Kreistag und dessen Umweltausschuss.

Quelle: RP
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