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Kreis Mettmann
Lebenshilfe plant zwei neue Wohnheime

Kreis Mettmann. Der Verein, der sich um behinderte Menschen im Kreis kümmert, baut in Langenfeld und Velbert.

Der Verein Lebenshilfe, der sich um behinderte Menschen kümmert, plant in Langenfeld und Velbert den Bau neuer Wohnhäuser. Das wurde bei der Jahresversammlung der Kreisvereinigung bekannt, wo die Vorsitzende Nicole Dünchheim zudem über Brandschutzauflagen informierte.

Nach dem neuen Wohn- und Teilhabegesetz müssen bis 2018 in den Wohnheimen 80 Prozent der Zimmer als Einzelzimmer nachgewiesen werden, wobei die Lebenshilfe dies sogar zu 100 Prozent anstrebt. Dieses Vorhaben mache Neubauten notwendig. In Langenfeld will die Lebenshilfe hierfür einen Investor suchen, in Velbert sei die Frage "Investor oder auf eigenem Grundstück selbst bauen" noch offen. Bis Ende 2017 sei der Bezug der neuen Häuser geplant. Nach dem Kassenbericht von Dünchheims Stellvertreter Stephan Brune steht die Kreisvereinigung finanziell gesund da. Mit 110 000 Euro seien in 2014 die Investitionen gering ausgefallen, was sich durch die neuen Projekte aber ändern werde. "Zu den schwierigen Themen des letzten Jahres gehörte und gehört der Brandschutz im Wohnheim Velbert", berichtete Dünchheim. Eine Ortsbesichtigung habe zu Auflagen wie Fluchttreppe und Brandmeldeanlage geführt, die rund 400 000 Euro kosten werden.

Bei den übrigen Wohnheimen sei nur ein Brandschutzbeauftragter zu benennen und fortzubilden. Die 1963 gegründete Lebenshilfe hat in zehn Ortsgemeinschaften 482 Mitglieder und etwa 200 Mitarbeiter. 250 Behinderte leben in verschiedenen Wohnformen. Die Frühförderung betreut 160 Kinder, der Familienunterstützende Dienst 110 Kinder.

Die Werkstätten für Behinderte im Kreis Mettmann (WfB) machen mittlerweile jedes Jahr einen Millionen-Umsatz mit Fahrradmontage, Gartenbauarbeiten, Textilservice und Sitzbänke-Bau. Die rund 1100 Mitarbeiter der WfB im Kreis teilen sich auf drei Standorte in Langenfeld, zwei in Velbert und einen in Ratingen auf. Der Wülfrather Fahrradhersteller Firma Puky lässt beispielsweise fast alle seine Aufträge durch Mitarbeiter der WfB bearbeiten. Der Einsatz der behinderten Mitarbeiter erfolgt überwiegend in den Bereichen Metallverarbeitung, Holzbearbeitung, Montage und Verpackung, Garten- und Landschaftspflege oder im Textilservice. Für den Kreis Mettmann ist man auch aktiv: Bänke für den Neanderland-Steig und auch für den Panoramaradweg sind von ihnen erstellt worden. Die gärtnerischen Pflegearbeiten bei der Polizeidirektion in Mettmann werden ebenfalls durch WfB-Mitarbeiter vorgenommen.

(jste/rei)
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