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Wülfrath
Lindenschule feiert Jubiläum

Düsseldorf. Zum 50-jähriges Bestehen präsentiert die Grundschule am nächsten Samstag ein buntes Programm. Jede Jahrgangsstufe bearbeitet ein Jahrzehnt. Den fünften Block übernehmen Kinder aus der Ganztagsschule. Von R. Mairose-Gundermann

Die Lindenschule feiert 50. Geburtstag. Auf dem Jubiläumsfest, Samstag, 20. März, 14-17 Uhr, gibt es Vorführungen von Trommelkids, Chor, Flötenkindern und verschiedenen Klassen, vor allem eine Ausstellung über fünf Jahrzehnte Lindenschule und was sonst in der Zeit geschah. Kinder, Lehrer, Eltern sind dafür tief in die Vergangenheit eingestiegen, haben Material gesammelt und im Internet recherchiert.

Jede Jahrgangsstufe bearbeitete ein Jahrzehnt. Für das fünfte Jahrzehnt wurde die Offene Ganztagsgrundschule mit ins Boot geholt. Schulleiterin Marlies Leuth nahm sich die Chronik vor, deren Führung früher zu den Amtsgeschäften gehörte. An ansehnliches Stück Arbeit! "Manche Handschriften waren sehr schwer zu lesen", räumte sie ein. Eigentlich wurde die Schule – damals unter dem Namen "Städtische Gemeinschaftsschule Freiherr-vom-Stein"- bereits am 5. November 1959 ihrer Bestimmung übergeben. Aus organisatorischen Gründen wurde die Jubiläums-Feier auf Frühjahr 2010 verschoben.

Schulleiter Willy Tonn

"Die Einweihung unserer Schule war für unsere Schulgemeinde ein großes Fest. Das Haus strahlte in frischem Glanz", schrieb der erste Schulleiter Willy Tonn. Der Ratsbeschluss zum Bau einer Volksschule mit acht Klassenräumen, zwei Mehrzweckräumen, Lehrerzimmer, Pausenhalle und Hausmeisterwohnung wurde am 25. Januar 1956 gefällt. Noch während der Bauarbeiten öffnete die Schule April 1959 ihre Pforten, um zu Beginn des Schuljahrs 1959/60 insgesamt 200 Kinder für acht Jahrgänge aufzunehmen. Zusammen unterrichtet wurden allerdings die Klassen 5 und 6 (34 Kinder) beziehungsweise 7 und 8 (28 Kinder). April 1966 übernahm Helmut Kuhnert die Schulleitung. Willy Tonns Abschieds- Eintragung lautete, "Sieben Jahre habe ich der Schule gedient. Es waren die letzten sieben Jahre meines Lehrerlebens."

August 1968 wurde die Schule aufteilt, in "Städtische Gemeinschafts-Hauptsschule Wülfrath Stadtkern" und in "Städtische Gemeinschafts- Hauptschule II". Ab Juni 1988 hieß die Grundschule "Lindenschule". Damals wie heute herrschte in der Grundschule Lehrermangel und Raumnot, entnahm Marlies Leuth den Chroniken. Mit der Aufstellung eines Pavillons wurde die Raumnot ein wenig gelindert. Als für das Schuljahr 1970/71 plötzlich 128 Kinder angemeldet wurden, konnte nur die Einteilung der Stadt in Schulbezirke helfen. Es mussten nur zwei Klassen aufgenommen werden.

Der Raummangel ging so weit, dass sich Hauptschul-Rektor Helmut Kuhnert und Grundschul-Rektor Hans Hentschel ein Zimmer teilen mussten. Mai 1971 stimmten übrigens die Eltern gegen die Einführung des unterrichtsfreien Samstags. Der wurde erst 1975 nach einer erneuten Abstimmung eingeführt.

Quelle: RP
 
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