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Bundestagswahl
Linke: Rainer Köster bleibt bodenständig

Vor fünf Jahren kandidierte der Velberter Rainer Köster (69) noch für den Südkreis. Die Chance, damals für die Linke in den Bundestag einzuziehen, tendierte gen Null. Denn der pensionierte Lehrer war nicht durch einen Listenplatz abgesichert. Jetzt versucht es Köster erneut als Direktkandidat, diesmal im Nordkreis, wo er auch zu Hause ist.

Politisch ist Köster derzeit im Kreistag aktiv. Er engagiert sich im Mettmanner Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der NS-Zeit im Kreis Mettmann. Bis 1988 war Köster 20 Jahre lang Mitglied der kommunistischen DKP, die engste Verbindungen zur DDR-Staatspartei SED gepflegt hat. "Als ich erkannte, dass das Modell des Sozialismus in der DDR gescheitert war, bin ich aus der DKP ausgetreten", begründete er vor ein paar Jahren seine Entscheidung. Allerdings blieb er als Gewerkschafter dem linken Spektrum treu.

Neben der Politik interessiert sich Köster für bildende Kunst und Theater, liest gerne Krimis mit Lokalkolorit und fährt gerne ab und zu an die See. Überhaupt gibt sich Köster bodenständig, vor allem beim Kochen. Da bevorzugt er Graupensuppe und Buchweizenpfannkuchen.

Ausbildung und sozialer Wohnungsbau sind Kösters zentrale politische Themen. Als Lehrer war es ihm schon immer wichtig, dass junge Menschen die Chance auf eine vernünftige berufliche Existenz bekommen. Und was den Wohnungsbau betrifft: Köster hält nach wie vor einen Genossenschaftsaneil am Mettmanner Bauverein.

(jün)
 
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