| 12.36 Uhr

Mettmann
Lohn für harte Probenarbeit

Düsseldorf. Das Show-Tanzzentrum Constanze Krauss führt das Musical "Robin Hood und der Fluch der Karibik" in der ausverkauften Neandertalhalle auf. Die Zuschauer, vorwiegend Eltern und Verwandte, sind begeistert. Von Sabine Schölling

Constanze Krauss präsentierte bei der Begrüßung der Zuschauer in der ausverkauften Stadthalle ihr T-Shirt – ihre Mitarbeiter hatten es ihr geschenkt – mit dem Frontaufdruck "alles wird…". Und tatsächlich bestand Grund zu diesem motivierenden Spruch, wenn man Mitwirkende befragte. In diesem Jahr war es knapp. Die Zeit, die Proben, die Kostüme… doch alle hatten ein Lachen im Gesicht, wenn sie vom vorangegangenen Trubel berichteten, denn auf die Leiterin des Kinder- und Showtanzzentrums ist erfahrungsgemäß Verlass – sie packt es stets.

Petra Kleemann, Tänzerin beim "Spanish Salsa" im Musical "Robin Hood und der Fluch der Karibik", lachte noch Tage vor der Premiere "ich weiß zwar nicht, wie es klappen soll, aber es wird klappen!". Außerordentliche Choreografie mit großen Formationen und Figuren gab der Geschichte um Robin Hoods Ideologie und seinen Kampf um Maid Marianne bewegende Anblicke. Gewagt könnte man die Choreografie geradezu nennen, oder aber auch professionell.

Wunderschönes Bühnenbild

Bei den "großen" Darstellern vor fantastischen Requisiten und Bühnenbildern synchron und grazil, mit akrobatischen Elementen gespickt, war die Arbeit von Jahren des Tanztrainings zu bewundern. Bei den ganz "kleinen" war es rührend zu sehen, wie sie sich noch nach der Vortänzerin richteten. So wie Lisa Gust (19), die seit ihrem 4. Lebensjahr tanzt, es ins Showtanzteam geschafft hat, haben auch die niedlichen Kleinkind-Tanzmäuse ihr Potenzial, das sie noch entfalten wollen.

Clemens Maurer bewunderte zum wiederholten Mal "seine" Frauen auf der Bühne – die Töchter Anna (8), Lena (13) und Isa (14) erkannte er sofort: "Ich bin so stolz, wie ein Vater es eben nur sein kann auf seine Töchter!" – Auch Mutter Karin wirkte wieder auf der Bühne mit. Hauptdarsteller Christopher Krauss (18, Robin Hood) legte lässig Rückwärts-Salti und Laufen im Handstand ein – tolle akrobatische Einlagen – er ist eben Break-Dancer – bloß eine Szene fiel ihm schwer, gestand er in der Pause: "Die Liebesszene um Marianne – da mussten wir oft lachen bei den Proben, hoffentlich geht das gut".

Das "menscheln" der traditionellen Musical-Show von Krauss mitsamt kleinen menschlichen Pannen ist ein Großteil ihres Erfolgs. Nur bei Constanze Krauss darf die CD mit der Begleitmusik hängen bleiben – sie reißt es wieder raus: "das wollt ihr noch mal sehen, stimmts!?" – und der Tanz wurde wiederholt. Das leise "oh nein" von der Bühne hörten ja nur die ersten Reihen – lachend!

Großartige Choreographie

Die großartige Choreografie wurde unterstützt durch Kostüme, Maske und Frisuren. Für das Styling war Axel Heinrichs von "Cut Inn" mit seiner kompletten Belegschaft gekommen und befand: "Es macht riesig Spaß hier. Ich würde es sofort wieder machen!" Auf der Rückseite von Constanze Krauss T-Shirt stand "gut!" – und so wurde es.

Quelle: RP
 
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