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Serie Inhabergeführte Geschäfte
Mann mit Händchen für Geschmeide

Mettmann. Nach einem spektakulären Einbruch im Mai musste Goldschmied Peter Stütz sein Geschäft am Hochdahler Markt komplett auf Vordermann bringen. Jetzt läuft der Betrieb wieder rund. Von Laura Micus

ERKRATH Hübsch sieht das Schaufenster der Goldschmiede am Markt aus. Nichts deutet mehr darauf hin, dass noch vor einigen Wochen hier kräftig renoviert wurde. Nach einem spektakulären Einbruch im Mai dieses Jahres, bei dem dreiste Diebe mit einem gestohlenem Auto die Schaufenster zerstörten, musste Goldschmied Peter Stütz sein Geschäft am Hochdahler Markt komplett auf Vordermann bringen. Drei Monate hat das gedauert, doch auch in dieser Zeit war er für seine Kunden da, nur konnte er keine Ware im Fenster ausstellen. "Die Leute kaufen nach Schaufenster", sagt er. Dennoch seien seine treuen Kunden geblieben und nun laufe alles wieder wie gehabt.

Seit Februar vergangenen Jahres betreibt der Goldschmied aus Übach-Palenberg gemeinsam mit seiner Frau das Geschäft. "Wir hatten schon länger den Wunsch, uns selbstständig zu machen", erzählt er. "Seit 30 Jahren bin ich in der Branche." Durch Zufall habe er dann das Geschäft gefunden und "es hat alles gepasst". Die Lage sei günstig wegen der Nähe zu Edeka, der Fußgängerzone und dem kostenfreien Parkplatz. Stütz bietet vor allem ausgefallenen Schmuck an, wie er betont. Die gängigen Marken wie Fossil, Pandora oder Swarowski verkaufe er nicht, seine Schmückstücke seien individueller. Das wissen die Kunden zu schätzen, denn sie kommen mal eben nach einem Lebensmittel-Einkauf in den Laden und finden ein schönes Armband oder eine schicke Kette.

Die Kernkundschaft ist zwischen 30 und 60 Jahre alt, aber auch Jugendliche finden mal den Weg in das Juweliergeschäft - oder Bewohner des Rosenhofs. Denn der Juwelier hat in jeder Preislage etwas zu bieten. Da kann sich auch mal ein 16-Jähriger eine Kette für seine Freundin leisten. Stütz freut sich über die neu gewonnene Kundschaft: "Man muss jeden Kunden immer wieder neu gewinnen", sagt er, "man muss immer am Ball bleiben." Seine Arbeit gefällt ihm, er liebt das kreative und selbstständige Arbeiten. Den Schritt in die Selbstständigkeit habe er keinen Moment bereut. "Wir sind ganz offen und freundlich aufgenommen worden", erzählt er. Natürlich bekomme man auch mal die Konkurrenz zu spüren, nicht nur aus dem Internet, sondern auch von Discountern, die zum Beispiel günstigere Uhren verkaufen, "aber man muss sich dem Wettbewerb stellen", so Stütz. Mit dieser Einstellung ist er bisher erfolgreich. Und so möchte er sein Geschäft auch zukünftig führen: zufrieden und bodenständig.

Quelle: RP
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