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Mehr Mettmanner nutzen Recyclinghof

Mettmann: Mehr Mettmanner nutzen Recyclinghof
Die Zunahme von Abfällen zur Verwertung hat insbesondere etwas mit der im Vergleich zum Vorjahr höheren Menge an Grünabfällen zu tun. FOTO: dj
Mettmann. Umweltberater Wolfgang Orts stellte die neue Abfallstatistik vor. Es wird mehr sortiert als in den Vorjahren. Von Christoph Zacharias

Die Mettmanner sind eifrige Müll-Trenner und Müll-Vermeider: Denn die Gesamtmenge des Restmülls ist gegenüber dem Vorjahr rückläufig und beträgt im Jahr 2016 rund 8290 Tonnen, in 2015 waren es noch 8461 Tonnen. Laut Abfallberater Wolfgang Orts hatten zahlreiche Haushalte bis zum 30. Juni 2016 die Gelegenheit genutzt, ihre noch überzähligen Restmüllsäcke aus den Vorjahren für Abfälle aus Renovierungen und Entrümpelungen zu verwenden und sie kostenfrei auf dem Recyclinghof abgeben zu können. Diese kostenlose Annahme von Restmüllsäcken, so Orts, war 2016 nicht mehr möglich. Die angenommenen Abfallsäcke wurden in 2015 überwiegend zusammen mit anderen gemischten Siedlungsabfällen und sperrigen Abfällen in den Sperrmüllcontainern erfasst und somit dem Sperrmüllaufkommen zugerechnet. In der Sperrmüllmenge sind auch die nicht verwertbaren Sperrmüllgegenstände enthalten, die im Bringsystem auf dem Recyclinghof und mit dem Sperrmüll-Schnellservice ("Sperrmüll-Blitz") jeweils kostenpflichtig erfasst werden.

Das mit 1411 Tonnen angegebene Sperrmüllaufkommen wurde um die Menge anderer Abfallfraktionen, die auf dem Recyclinghof gemeinsam mit dem Sperrmüll erfasst werden, bereinigt. Dazu zählen insbesondere die Papierkorbabfälle sowie Restmüll aus privaten Haushalten, hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, verunreinigte großvolumige Verpackungsabfälle und stoffgleiche Renovierungsabfälle.

Im Holsystem (Sperrmüllabfuhr) wurden rund 722 Tonnen Sperrmüll eingesammelt und im Bringsystem (Recyclinghof) knapp 689 Tonnen tatsächlicher Sperrmüll angenommen. Orts: "Auf dem Recyclinghof werden somit fast 50 Prozent des gesamten Sperrmüllaufkommens erfasst." Die Gesamtmenge aller Abfälle zur Verwertung (Bioabfälle, Grünabfälle, Altpapier, Altglas, Leichtstoffe, Altholz, Alttextilien, Metall-Schrott und Elektronik-Schrott) ist in 2016 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und beträgt 11.988 Tonnen (2015: 11.761 Tonnen).

Die Zunahme des Aufkommens der Abfälle zur Verwertung resultiert insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr höheren Mengen an Grünabfällen (82.139 Tonnen in 2016 gegenüber 2082 Tonnen in 2015), Bioabfällen (2909 Tonnen in 2016 gegenüber 2777 Tonnen in 2015), Leichtverpackungen (1258 Tonnen in 2016 gegen 1228 Tonnen in 2015), Altholz (1020 Tonnen gegenüber 931 Tonnen in 2015). Mit rund 480 Tonnen werden mittlerweile 40 Prozent der bei der Sperrmüllabfuhr angemeldeten Möbel, Einrichtungsgegenstände und des sperrigen Hausrates getrennt als Altholz erfasst und wiederverwertet.

Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr 540 Tonnen Altholz auf dem Recyclinghof angenommen (2015: 481 Tonnen).

Das Altpapieraufkommen ist mit 3.300 Tonnen in 2016 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Altglasmenge hat sich dagegen um rund acht Prozent verringert und liegt mit 842 Tonnen in 2016 deutlich unter den Vorjahreswerten.

Quelle: RP
 
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