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Erkrath
Mehr Spaß am See

Düsseldorf. Der Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See will den Minigolfplatz sanieren und eine kleine Fähre in Betrieb stellen. Der Parkplatz am Südstrand erhält neue Rasengittersteine. Das "Gänse-Problem" ist nicht gelöst. Von Manfred Müschenig

Schon seit Jahren bemüht sich der Zweckverband Erholungsgebiet Unterbacher See, den See und die Freizeiteinrichtungen ringsum für die Besucher attraktiver zu machen. Rund fünf Millionen Euro seien dazu in den letzten Jahren zur Verfügung gestellt worden, berichtete Rolf Schulte, CDU-Ratsherr aus Düsseldorf, beim Gesprächsabend der Kolpingsfamilie Erkrath-Unterbach im Gemeindezentrum am Niermannsweg.

Vieles konnte bereits verbessert werden, wie die Rettungswege und die Promenade am Nordstrand, die Beschilderung rings um den See, die Herrichtung von Booten, Badestegen und der Uferbefestigung. Gerade an den Ufern gebe es aber weiteren Handlungsbedarf, räumte Schulte ein, der seit einigen Wochen Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung Unterbacher See ist. Außerdem soll am östlichen Ende des Sees in diesem Jahr mit der Anpflanzung von Röhricht eine Flachwasserzone angelegt werden. Ziel sei, hierdurch weitere Arten anzusiedeln, die bisher am Unterbacher See nicht vorkommen.

Ebenfalls aktuell auf der Renovierungsliste steht der in die Jahre gekommene Minigolfplatz am Bootshafen. Ferner soll ein Mehrgenerationenspielplatz angelegt werden, ähnlich dem, der gerade in Bilk realisiert wird. "Wir wollen hier Jung und Alt zusammenbringen", betonte Schulte. Die Erfahrung aus der Umgebung von Seniorenwohnanlagen habe gezeigt, dass die älteren Leute sehr großes Interesse daran hätten, sich aktiv sportlich zu betätigen, wenn ihnen entsprechende Geräte zur Verfügung stehen. Auch bei einer weiteren Idee, die möglichst bald umgesetzt werden soll, ist vor allem an ältere Leute gedacht.

So möchte der Zweckverband ein kleines Boot mit etwa zehn Sitzplätzen anschaffen, das als Fähre quer über den See eingesetzt werden kann. So könnten die neuen Einrichtungen am Südstrand auch von denjenigen genutzt werden, denen ein Spaziergang komplett um den See zu beschwerlich ist. Gedacht ist an ein kleines Fährboot mit Elektro- oder Solarantrieb.

Zu den Punkten, die dem Zweckverband noch Sorgen bereiten, gehört der Parkplatz am Südstrand, der bei schlechtem Wetter kaum befahrbar sei. Möglicherweise könnte die Verlegung von Rasengittersteinen eine Verbesserung bringen. Ein großes Problem sei auch die viel zu starke Population der Gänse, die den See zum Umkippen bringen könnten. Leider halte sich kaum jemand an das Fütterungsverbot und auch die Bejagung habe bisher nichts gebracht.

Nun sollen in den Gelegen die Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden, damit der Gänsenachwuchs nicht ins Unermessliche anwächst. "Drei Mitarbeiter sammeln im Sommer jeden Morgen drei Stunden lang den Gänsekot in den Bädern auf", sagte Schulte, dies zeige, wie dringend hier etwas geschehen muss.

Auch für den benachbarten Elbsee auf der gegenüberliegenden Seite der A46 gibt es jetzt neue Pläne, berichtete der Vorsitzende des Zweckverbandes. In dem Bereich, der von der Kiesbaggerei genutzt wurde, soll ein Wellnesscenter entstehen, das jedem Interessenten offen steht.

Allerdings bleibe dieses Center allein auf den Bereich der dortigen Bebauung begrenzt. Die Besucher können die Aussicht auf den See genießen, der weiter geschützt bleiben soll. Auch in Zukunft werde das Baden im Elbsee nicht erlaubt werden.

Quelle: RP
 
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