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Mettmann
Gemeindehaus wird zum Bürgerzentrum

Mettmann: Gemeindehaus wird zum Bürgerzentrum
Das Gemeindezentrum in Obschwarzbach wurde 1976 gebaut. Die Räume im Erdgeschoss können für Privatfeiern gemietet werden. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Feuerwehr, Trägerverein und Evangelische Kirche nutzen künftig das Gebäude in Obschwarzbach. Von Christoph Zacharias

Das evangelische Gemeindehaus in Obschwarzbach bleibt für die Bürgerschaft erhalten. Die Freiwillige Feuerwehr, die Evangelische Kirchengemeinde und der Trägerverein, der jetzt Bürgerzentrum Ob- und Niederschwarzbach heißt, teilen sich das Gebäude und haben dies auch gestern vertraglich fixiert. Mit der Stadt wurde bereits ein Vertrag geschlossen. Eigentümer bleibt die Evangelische Kirchengemeinde.

Da die sogenannten Hilfsfristen (die Zeit vom Ausrücken bis zum Eintreffen am Einsatzort) zum Stadtteil Obschwarzbach nicht eingehalten werden, plant die Freiwillige Feuerwehr Mettmann einen Standort im Ortsteil. Die Stadt hat im Auftrag der Wehr das Untergeschosses im Evangelischen Gemeindehaus für Umkleiden, Unterrichts-, Aufenthaltsraum und Gerätelager angemietet. Im Außenbereich wird eine Fahrzeughalle gebaut, in der permanent ein Feuerwehrfahrzeug stationiert ist. Ein großer Teil der anfallenden Um- und Neubauarbeiten soll in Eigenleistung vorgenommen werden. Das Feuerwehrfahrzeug soll im Einsatzfall schnell vor Ort sein und wird mit freiwilligen Kräften besetzt. "Wir gehen davon aus, dass wir binnen eines Jahres zwölf Feuerwehrleute aus Obschwarzbach gewinnen, die wechselseitig eingesetzt werden können", sagt Feuerwehrmann Dirk Fischer. Bereits ab dem 1. Juli wird ein kleines Fahrzeug am Gemeindehaus stehen, um bei Verkehrsunfällen und kleineren Bränden Hilfe vor Ort zu leisten. Für den Feuerwehrstandort Obschwarzbach stehen im Haushalt 100 000 Euro zur Verfügung. Die Evangelische Kirchengemeinde, die als Vermieter auftritt, behält die ehemalige Hausmeisterwohnung. Dort wird sich die Frauenhilfe treffen. Der Plan, diese Wohnung als Flüchtlings-Unterkunft zu nutzen, wird geprüft, aber vermutlich nicht realisiert, sagte Pfarrer Bertold Stark. "Eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil ist nicht optimal. Die Infrastruktur reicht nicht aus". Bei größeren Veranstaltungen wird die Kirche Räume vom Trägerverein anmieten, sagte Stark.

Der Trägerverein selbst verfügt über 200 Quadratmeter im Gemeindehaus. "Wir veranstalten Sportkurse, musikalische Früherziehung, Musikunterricht und demnächst spezielle Nachmittage und Abende für Jugendliche", sagt Markus Mandt, Vorsitzender des Vereins. Positiv: Das Café Obschwarzbach werde gut angenommen. Das Gemeindehaus kann und wird für private Veranstaltungen gebucht und genutzt. Konfirmation-, Kommunion- und Geburtstagsfeiern, aber auch Beerdigungskaffee-Trinken finden hier statt. "Im vergangenen Jahr waren es 16 solcher Veranstaltungen, in diesem Jahr gehen wir von der gleichen Zahl aus", sagt Mandt. Der Trägerverein Ob- und Niederschwarzbach erhält von der Stadt einen jährlichen Zuschuss von 12 000 Euro, 3000 Euro müssen selbst erwirtschaftet werden, um die Betriebskosten zu finanzieren. Bislang funktioniert es.

Quelle: RP
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