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Mettmann
Mettmann holt Star der Gefäßchirurgie

Mettmann: Mettmann holt Star der Gefäßchirurgie
Chefarzt Dr. Christian Berg (v.l.), Geschäftsführer Bernd Huckels, Gefäßchirurg Prof. Wilhelm Sandmann und Dr. Oliver Hofer, Leitender Arzt für Intensiv- und Notfallmedizin, stellten die neue Abteilung Gefäßchirurgie im evangelischen Krankenhaus Mettmann vor. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Wilhelm Sandmann baut mit zwei Oberärzten eine neue Abteilung im Evangelischen Krankenhaus auf. Von Christoph Zacharias

Dem Evangelischen Krankenhaus Mettmann ist es gelungen, eine Kapazität der Gefäßchirurgie als Chefarzt zu verpflichten. Mit Prof. Dr. Wilhelm Sandmann (75) ist ein Mediziner an Bord, der national und international einen großen Namen hat und der Patienten aus der gesamten Welt operiert. Er hat alles erreicht und könnte sich längst zur Ruhe setzen. Doch der agile und bescheidene Ostwestfale will sein Wissen an Jüngere weitergeben und solange "Kopf und die Hände nicht wackeln, werde ich weiter arbeiten".

Es geht bei Sandmann nicht nur um hochkomplexe Operationen, sondern um den Aufbau einer gefäßchirurgischen Abteilung am EVK. "Die Rahmenbedingungen für diese neue Abteilung könnten derzeit am EVK Mettmann nicht besser sein", sagt Sandmann, der zuvor in Kamp-Lintfort und Duisburg eine Gefäßchirurgie etablierte. Zum einen habe Chefarzt Dr. Christian Berg die Gefäßmedizin in Mettmann und der Region sehr gut aufgebaut, so dass die Erweiterung im Hinblick auf eine Weiterentwicklung der Gefäßmedizin um eine zusätzliche Komplementärleistung nur das Ziel sein könne. Darüber hinaus verfüge das Krankenhaus über eine sehr leistungsstarke Intensivmedizin, die eine Gefäßchirurgie zu jeder Zeit im Hintergrund benötigt. "Dass nun freie OP-Kapazitäten und meine Ambitionen nach neuen Herausforderungen zusammenkamen, waren weitere glückliche Umstände, die das Projekt zunächst denkbar und dann realisierbar gemacht haben", sagt Wilhelm Sandmann.

Seit Oktober leitet Sandmann die neue Abteilung im EVK Mettmann und baut sie gemeinsam mit zwei Oberärzten auf. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Eine immer älter werdende Bevölkerung werde auch immer kränker. Insbesondere im Bereich der Orthopädie, Kardiologie und eben auch der Gefäßmedizin nehmen die Erkrankungen mit steigendem Lebensalter zu, eine medizinisch breit aufgestellte Versorgung für die Bevölkerung am Ort habe daher einen hohen Stellenwert. "Insbesondere die älteren Patienten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, bevorzugen natürlich die wohnortnahe Versorgung", erklärt Bernd Huckels, Geschäftsführer des Krankenhauses. Fortan werden in der Gefäßmedizin nahezu alle Erkrankungen im EVK Mettmann behandelt.

Im Falle von Diagnosen, deren Behandlung in speziellen Bereichen weitergehende Therapien erfordern, kooperiert das EVK mit den Unikliniken in Essen und Düsseldorf.

Neben überaus geläufigen Eingriffen, wie beispielsweise das Setzen von Stents zur Gefäßerweiterung und Vermeidung von Gefäßverschlüssen, behandelt Sandmann seit vielen Jahren auch Patienten mit sehr herausfordernden und komplexen Gefäßerkrankungen wie das viszerale Kompressionssyndrom (Verschlüsse, die zum Tod führen können). "Mittlerweile kommen Menschen aus der ganzen Welt nach Mettmann, um sich von Herrn Sandmann operieren zu lassen", sagt Huckels. "Diese Patienten haben in der Regel einen sehr langen Leidensweg hinter sich und erhoffen sich durch die sehr komplexe Operation Linderung, Besserung oder gar Heilung - mit häufig guten Prognosen", schildert Huckels auch die Patientenfälle, die nicht zur Tagesordnung im EVK Mettmann gehören.

Quelle: RP
 
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