| 00.00 Uhr

Mettmann
Mettmann sorgt sich um C&A

Mettmann: Mettmann sorgt sich um C&A
Auf 1200 Quadratmeter Fläche bieter C&A seine Waren an. Wird der Markt umfangreich modernisiert? FOTO: A. Blazy
Mettmann. Der Textilkonzern hat angekündigt, unrentable Filialen zu schließen. In Erkrath ist C&A bereits erledigt. Von Oliver Wiegand

In der vergangenen Woche hatte das Düsseldorfer Textilhandelsunternehmen C&A angekündigt, schlecht laufende Läden zu schließen. Als Grund nannte der Europa-Chef des Familienunternehmens, Philippe Brenninkmeijer, Umsatzrückgänge. Auf der anderen Seite will C&A aber auch eine Milliarde Euro in die Umstrukturierung des Unternehmens stecken.

In Mettmann betreibt das Unternehmen eine von 479 bundesweiten Filialen. Auf rund 1200 Quadratmeter Fläche, die auf zwei Etagen verteilt sind, werden Jacken, Pullover. T-Shirts und Socken angeboten. C&A ist seit der Eröffnung der Königshof-Galerie in dem Gebäude vertreten. Dr. Stephan Schnitzler, Prokurist der Eigentümergesellschaft Phoenix Development, bezeichnete das Textilunternehmen seinerzeit neben Rewe und Medi-Max als einen von drei Ankermietern. Noch im Frühjahr hatte Schnitzler betont: "Die Ankergeschäfte wie C&A, H&M, Medimax und Rewe bleiben in der Galerie. Andere Aussagen sind Falschmeldungen. Die Frage, wie lange die Mietverträge der betreffenden Unternehmen laufen und ob danach noch mal neu verhandelt wird, steht allerdings im Raum.

Zur Erinnerung: In der Nachbarstadt Erkrath hatte C&A fast bis zur letzten Minute dementiert, den Standort im Bavier-Center zu verlassen. Noch bis kurz vor der Eröffnung des "Action-Markts" hieß es offiziell von C&A, dass man mit dem Standort in Erkrath sehr zufrieden sei und keine Schließung plane. Die Schließung der Erkrather Filiale offiziell bekannt gegeben hat C&A an einem Freitag, einen Tag später am Samstag war der letzte Verkaufstag. Fragt man in der Mettmanner Filiale nach, erhält man sehr freundliche, aber ausweichende Antworten: "Wir wissen selber nur das, was in der Zeitung gestanden hat", sagt Magdalena Stock, Leiterin der Filiale in Mettmann. Ihre Stellvertreterin Sabine Ryrko ergänzt, das man sich "schon so seine Sorgen" mache. Eine Mitarbeiterin der Filiale in Erkrath habe man nun in Mettmann übernommen.

Um wieder zu wachsen, solle in Modernisierungen investiert werden, kündigte C&A an. Bis Ende 2017 sei geplant, ein Drittel der Läden zu überarbeiten, bis 2021 sollen es rund 80 Prozent sein. Ob die Mettmanner Filiale dazu gehört, bleibt derzeit ungewiss. Konfrontiert mit möglichen Schließungsplänen meldete sich gestern Abend, Thorsten Rolfes, Leiter der Unternehmenskommunikation. "Es gibt keine Pläne von uns, die Mettmanner Filiale zu schließen", sagte Rolfes.

Das Angebot an Textilien erweitern wird die neue Filiale der Kette Hunkemöller, die Anfang 2017 direkt gegenüber von C&A eröffnen wird. Das holländische Unternehmen wird in die bisherigen Räumlichkeiten von "Apanage" einziehen und ist auf auf Dessous und Lingerie spezialisiert. Erst vor kurzem wurde die Königshof-Galerie im Shoppingcenter Performance Report" (SCPR) als schlechtestes Center in Deutschland bewertet. Mit einer Gesamtnote von 4,86 (Schulnoten von 1 bis 5) bewerteten Mieter ihren Standort. Damit ist die Königshof-Galerie unter 269 Einkaufszentren bundesweit Schlusslicht. Der Eigentümer hat reagiert. Das Immobilienberatungsunternehmen CBRE übernahm das Shopping-Center-Management. Die mehr als 14.000 Quadratmeter Verkaufsfläche in Mettmann sollen besser vermarktet und präsentiert werden, hieß es in der Mitteilung vom Frühjahr.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Mettmann sorgt sich um C&A


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.