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Mettmann
Mit dem Aschekreuz ein persönliches Zeichen setzen

Mettmann. Heute beginnt die Fastenzeit. Nachdenken über sich. Von Klaus Müller

Mit dem heutigen Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit. Den Namen Aschermittwoch erhielt dieser Tag, weil die Büßer in der Kirche nach alter Tradition mit Asche bekreuzigt wurden. Der Geistliche spricht bei der Austeilung des Aschenkreuzes zu jedem einzelnen Gläubigen die Worte: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst."

Pfarrer Gregor Schulte von der Pfarrei St. Lambertus erklärt, dass nicht nur für Katholiken Aschermittwoch ein Gedenktag sei, sondern dies auch für die Protestanten und andere Konfessionen gelte. "Das Aschenkreuz ist als ein Zeichen der Vergänglichkeit des Menschen zu sehen". Zur Bedeutung des Aschermittwochs als Fast- und Abstinenztag sagt er, dass sich die katholischen Christen an diesem Tag bei der Nahrungsaufnahme zurücknehmen sollten. Zumeist geschieht dies durch den Verzicht auf das Essen von Fleisch. In vielen Familien werde am Aschermittwoch dann Fisch gegessen. Im Rheinland habe sich die Tradition des gemeinsamen Fischessens als Abschluss der Karnevalssession und als Beginn der Fastenzeit entwickelt. Nach seiner Beobachtung würden die katholischen Christen den Aschermittwoch als wichtigen Gedenktag betrachten und auch die Messen mit der Spendung des Aschenkreuzes besuchen. Er schränkte aber ein, dass natürlich nicht mehr so viele Katholiken zu den Aschermittwochs-Messen kommen, wie dies früher der Fall gewesen sei. "Das hat aber nichts mit Aschermittwoch zu tun. Bekanntlich sind die Gottesdienstbesuche generell rückläufig."

Die 40-tägige Fastenzeit sieht er für die Christen als eine ganz wichtige Zeit an. "Ich spreche eigentlich lieber von Vorbereitungszeit, denn es ist die Vorbereitung auf das höchste Fest der Christen - das Osterfest, das an die Auferstehung Christi erinnert." Die Zeit der Vorbereitung sollten die Christen nutzen, um über ihr eigenes Leben zu reflektieren und eventuell auch darüber nachzudenken, ob nicht neue Weichenstellungen vorgenommen sollten. "Das hat nicht unbedingt mit dem Verzicht auf Essen oder Süßigkeiten zu tun."

Quelle: RP
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