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Wülfrath
Mit den Sprechdachsen Sprache fördern

Düsseldorf. „Wir möchten den Impuls geben, dass Sprache Spaß macht“, sagte Sozialarbeiter Reiner Schmidt. Für Schüler der Grundschulen Lindenschule und Rohdenhaus hat er mit Schulsozialarbeiterin Angela Sprink und den Sozialarbeiterinnen und Jugendhaus-Kolleginnen, Daniela Dietz und Anna Thomalka, im April letzten Jahres das Sprachförderprojekt, „Sprechdachs“, ins Leben gerufen.

„Um weiter machen zu können“, so Thomalka, werden jetzt für 189 Euro Sprachspiele und Materialien gekauft. Das Geld kam durch Kaffee- und Kuchenverkauf beim Familienfest im Jugendhaus anlässlich des „Welttag des Buches“ zusammen. Der Förderbedarf sei da, zogen die Initiatoren Bilanz. Mehr noch, die Kinder nähmen das Angebot, durch spielerische Methoden Sprache und freies Sprechen zu lernen, begeistert an.

„Deutsche Kinder sind Experten“

Zielgruppe sind Kinder mit Migrationshintergrund, die Schwierigkeiten im Einsatz der deutschen Sprache haben, ebenso wie deutsche Kinder, die in der Schule selten sprechen oder Hemmungen haben, ihre Sprachkompetenzen zu zeigen. „Die einen helfen den anderen“, erläutere Angela Sprink, dass das Projekt aus der Mischung wertvolles Kapital zieht. „Aus den deutschen Kindern haben wir 'Experten‘ gemacht.

Die türkischen Kinder ziehen dagegen durch ihr Selbstbewusstsein mit.“ Ziel des Projektes ist, durch Spiel und Spaß den Umgang mit der Sprache zu entdecken. Dazu gehören Übungen, bei denen mit Sprache gespielt, der Wortschatz erweitert wird, Hemmungen und Angst vor Sprachfehlern abgebaut werden. „Sprechdachs“ möchte zudem ein Gefühl für den richtigen Einsatz der Sprache wecken. „Wir geben den Kindern außerdem die Möglichkeit, miteinander zu sprechen und sich gegenseitig zuzuhören“, sagte Reiner Schmidt. Dabei gehe es auch darum, Konflikte verbal auszutragen. Das Programm der „Sprechdachse“ findet einmal wöchentlich eine Zeitstunde lang statt. In Rohdenhaus kümmert sich Daniela Dietz um acht Erst- und Zweitklässler, Reiner Schmidt um sechs Dritt- und Viertklässler, jeweils im Jugendclub. Zwölf Lindenschüler der Klassen 2 und 3 werden von Angelika Sprink und Anna Thomalka im Jugendhaus betreut. Die Idee zu dem Projekt wurde im Jugendhaus geboren. Hier werden seit jeher sprachlich schwach entwickelten Kindern interaktive Sprachspiele, wie Quiz oder Persönlichkeiten-Raten, angeboten. Wir achten auf das sprachliche Niveau. Wir machen Kindern klar, dass Sprache das Wichtigste ist, um Bildung zu erlernen.“. Im Jugendhaus liegen immer Tageszeitungen aus, die Jugendliche lesen können.

Quelle: RP
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