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Mettmann
Mittenrein ins Schwimmvergnügen

Mettmann: Mittenrein ins Schwimmvergnügen
Damit die Babys die Angst vor dem Wasser verlieren, kommt das auch schon mal von oben aus der Gießkanne. FOTO: A. Blazy
Mettmann. Beim Babyschwimmen müssen vor allem Eltern ihre anfängliche Scheu überwinden. Dabei kann man gar nicht früh genug anfangen, die Kleinen ans Wasser zu gewöhnen. Von Sabine Maguire

Eltern kennen diese besonderen Momente: Es gibt Geschrei unter der Dusche. Haare waschen geht gar nicht. Schon der Gedanke an die nervenaufreibende Prozedur mit dem wasserscheuen Nachwuchs treibt einem die Schweißperlen auf die Stirn. Dabei könnte es so einfach sein - vorausgesetzt, man fängt früh an mit der Wassergewöhnung. Und man begreift sie nicht nur als ins Planschbecken verlegte Plauderei unter Müttern, bei die Babys im Arm nicht stören. Sondern als gemeinsames Abenteuer, das natürlich Spaß machen soll - bei dem es aber auch viel zu lernen gibt.

"Für viele Eltern ist es anfangs eine große Überwindung", weiß Simone Mielcarek, dass der angstfreie Umgang mit dem kühlen Nass vor allem frischgebackenen Eltern nicht unbedingt leicht fällt. Als Kursleiterin beim "Babyschwimmen" kennt sie die Sorgen und Nöte von Müttern und Vätern. Die einen können nicht loslassen. Die anderen sorgen sich darum, ob sie ihr Baby im Wasser mit dem richtigen Griff festhalten. Ist das Wasser warm genug? Geht das wirklich gut, wenn der Kleine vom Beckenrand sanft ins Wasser geworfen wird? Es gibt vieles, dass einen vor allem dann verunsichern kann, wenn man selbst zu den "Wasserscheuen" gehört. "Das Element Wasser ist für Eltern oft mit Angst verbunden", glaubt Simone Mielcarek. Dass es auch anders geht und man dabei Spaß haben kann, ist eine Erfahrung, mit der man vom Babyschwimmen nach hause gehen kann. Allerdings sollte man damit möglichst früh anfangen.

"Meine Kinder waren beide mit drei Monaten zum ersten Mal im Schwimmbecken", erinnert sich Simone Mielcarek an ihre eigenen Erfahrungen als Mutter. Auch bei den Kursteilnehmern erlebt sie immer wieder, wie schnell die anfängliche Scheu vor dem Wasser der Sicherheit weicht, das - einmal drin - plötzlich alles gut läuft. Oft seien es die Kinder selbst, die ihren Eltern die Unsicherheit nehmen. So wissen nur die Wenigsten, dass es bei Babys einen angeborenen Reflex gibt, unter Wasser die Luft anzuhalten. Wenn sie dann auch noch erleben, mit welcher Freude schon die Kleinsten beim Planschen bei der Sache sind, geraten anfängliche Bedenken schnell in Vergessenheit. Halt geben und loslassen: Bei der Kindererziehung dazu ein entspanntes Verhältnis zu bekommen, lässt sich auch im Planschbecken lernen.

So nebenbei erfährt man auch, dass der Einsatz von Schwimmflügeln eine falsche Wasserlage zu Folge hat. "Die Eltern wachsen mit ihren Kindern in vieles hinein", glaubt Simone Mielcarek. Am Ende wird zwar niemand übers Wasser gehen - aber dafür auch nicht mehr drumherum, sondern mittenrein.

Quelle: RP
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