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Mettmann
Moderner Druck auf alter Maschine

Mettmann. Kürzlich stellte sich bei Gut zum Druck, Mettmanns Spezialdruckerei und Papier- Fachgeschäft, hoher Besuch ein: Florian Kohler, Inhaber der berühmten Büttenpapierfabrik Gmund vom Tegernsee, gab sich die Ehre. Denn: Es ist Drupa-Zeit. Die Drupa ist die weltgrößte Fachmesse für Druck und Papier, die alle vier Jahre tausende Besucher nach Nordrhein-Westfalen lockt. Von Gut zum Druck-Inhaberin Verena Böndel herzlich begrüßt, stellte Florian Kohler in Mettmann exklusiv unter dem Markennamen "Heidi" die neuen Papier-Kreationen aus seinem Hause einem exklusiven Publikum vor.

Verena Böndel und Florian Kohler sind von der Überzeugung beseelt, das Papier auch im digitalen Zeitalter eine Zukunft hat. Nicht mehr als Massenmedium; das erledigt heute das Internet. "Aber immer dann, wenn es um Wertschätzung, Bedeutung und Persönlichkeit geht, kann Papier seine Stärken ausspielen", sagt Böndel. Vor allem dann, wenn es nicht nur bedruckt, sondern wie von Gut zum Druck im klassisch Gutbergschen Buchdruckverfahren auch geprägt ist. "Der optische Eindruck, ein hochwertiges Design und die Haptik des Papiers machen dem Empfänger sofort klar, dass hier etwas Besonderes vorliegt", so Böndel.

Visitenkarten, Einladungen, Dankeskarten, Geschäftsausstattung entfalten so eine nachhaltige Wirkung. Gut zum Druck setzt ausschließlich Papiere von Gmund ein. Für den modernen Buchdruck, auch Letterpress genannt, sind die Gmund-Papiere besonders geeignet. "Unser Gmund Cotton besteht ausschließlich aus Baumwolle", erläutert Kohler. Dadurch ist es besonders voluminös und doch federleicht. Die Druckmaschine - Gut zum Druck setzt einen original Heidelberger Tiegel von 1954 ein - kann dann mit 30 Tonnen Presskraft tief in das Papier drucken und prägen.

Das Papier, das Florian Kohler als Weltneuheit vorstellte, heißt denn auch "Heidi" als Anspielung auf die Heidelberger Druckmaschine. Heidi ist ein hochwertiges Papier ganz aus Recycling-Material. "Damit sind wir nicht nur besonders umweltfreundlich", sagt Kohler. Zugleich weisen die Heidi-Papiere aufgrund seines Ursprungs kleine Unregelmäßigkeiten auf, die gewollt sind. "Auch das verleiht den Druckwerken dann einen besonderen und individuellen Charakter", so Gmund-Chef Kohler.

Einen Charakter, der zeitlos ist, und den keine E-Mail vorweisen kann.

Quelle: RP
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