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Kreis Mettmann
Museen öffnen für Nachtschwärmer

Kreis Mettmann: Museen öffnen für Nachtschwärmer
Traditionell öffnet auch die Sternwarte Hochdahl ihre Pforte und gewährt Besuchern einen Blick in die unendliche Weite des Universums. FOTO: mise
Kreis Mettmann. Am letzten Freitag im September präsentieren sich viele Einrichtungen im Neanderland in der Nacht der Museen. Von Ilka Platzek

Die Nacht der Museen findet bundesweit statt, allerdings nicht gleichzeitig, sondern jede Region, jede Stadt macht ihre eigenen Termine. Die erste "Lange Nacht der Museen" wurde 1997 in Berlin begangen. Zahlreiche Einrichtungen im Kreis Mettmann öffnen am letzten Freitag im September traditionell ihre Türen für Nachtschwärmer. In diesem Jahr findet die Museumsnacht am Freitag, 25. September, von 18 bis 24 Uhr, statt. Im gesamten Kreisgebiet laden Museen, naturkundliche Erlebnisräume, Kunstvereine und private Sammlungen zum kostenlosen Besuch ein.

Näher dran an den Schauobjekten werden die Gäste im Ratinger Oberschlesischen Landesmuseum sein. Sie sind dort in Kostümen willkommen. Alles dreht sich um die Zeit der Königin Victoria. FOTO: OSLM

Mettmann Das Neanderthal Museum (Talstraße 300) lockt Nachschwärmer mit der Sonderausstellung "Architektier" - Fotografien von Ingo Arndt. Arndt hat rund um den Globus die Baukunst der Tiere fotografiert: Vom winzigen Nest eines Kolibris bis zu den größten, von Tieren geschaffenen Bauwerken, den Korallenriffen: Konstruktionen, die den Menschen bis heute in Erstaunen versetzen.

Die Alte Bürgermeisterei im historischen Kern der Stadt Mettmann (Mittelstraße 10) beherbergt seit 1995 das Stadtgeschichtshaus. Auf drei Etagen erfahren die Besucher Wissenswertes über die mehr als tausendjährige Geschichte Mettmanns. Bereits ab 16 Uhr wird das 20-jährige Bestehen des Museums mit Kaffee und Kuchen gefeiert.

Erkrath Während einer 15-minütigen Vorführung können sich Besucher der Sternwarte Neanderhöhe in die unendlichen Weiten des Universums entführen lassen. Die "Starlight Bar" an der Sedentaler Straße 105 ist geöffnet. Im Eisenbahn-und Heimatmuseum auf dem Ziegelweg 1-3 können die historischen Bahnsteige, die Werkstatthalle und das Museum im Lokschuppen besichtigt werden. Außerdem werden auf dem Eisenbahnflohmarkt "echte Schätze" geboten. In idyllischer Atmosphäre bietet das Naturschutzzentrum auf der Bruchhauser Straße 47-49 eine abenteuerliche Reise in das Reich der Finsternis. Es geht um einen kleinen bizarren Nachtfalter, unheimliche Salamander, die geheimnisvolle Fledermaus und den imposanten Uhu - die Geister der Nacht. Ab 21 Uhr wird Gaukler Björn mit seiner Feuershow nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Hilden Das Wilhelm-Fabry-Museum und die historische Kornbrennerei öffnen ihre Türen. Führungen durch die Ausstellung "Wilhelm Fabry" und durch die Historische Kornbrennerei werden geboten. Außerdem gibt es im Fassraum zwei Uraufführungen: Der Monolog "Wie ein Nichts" mit Sigo Lorfeo, bekannt aus der Serie "Lindenstraße", ist eine Reflexion Caravaggios über den Beruf des Malers und den des Arztes. Auf den letzten Hexenprozess in der Hansestadt Lemgo im Jahr 1681 geht das Stück "Der Teufel soll mich holen, wenn ich eine Hexe bin" zurück. Maria Rampendahl, gespielt von Barbara Engelmann, ist die letzte Frau, die in Lemgo als Hexe angeklagt wurde. Die Adresse ist Benrather Straße 32a. Im Kunstraum Gewerbepark-Süd auf der Hofstraße 64 zeigt die Ausstellung "Human Land" künstlerische Positionen zum Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft. Zu sehen sind Fotografien, filmische Essays und Rauminstallationen von bekannten und kaum bekannten Künstlern. Während der Museumsnacht führt Frank Schablewski unter dem Titel "Der Blick von außen. Die Wahrnehmung des Sehens" zwischen 20 und 22 Uhr durch die Ausstellung.

Haan Das Heimatmuseum Haus Stöcken (Stöcken 1) zeigt die Sammlung historischer Gegenstände des Haaner Dichters und Forschers Jakob Litsch. Anhand von Karten lässt sich die Geschichte der Stadt im Ansichtskarten-Museum an der Wilhelmstraße 6 bewundern.

Auch die (sanierte) Alte Pumpstation der Stadtwerke Wuppertal lässt sich besichtigen. Bei einem Glas Wein können das Denkmal und die Ausstellung "elementar" mit Arbeiten der Fotogruppe "Lichtgestalten" besichtigt werden. Die Fotokünstler aus Haan, Hilden und Monheim präsentieren die Ergebnisse ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Zwischen 19 und 23 Uhr gibt es Führungen durch das Kellerlabyrinth. Für die musikalische Unterhaltung sorgt "Pumpstation Sweet". Die Adresse ist Pumpstation 1.

Langenfeld Das Stadtmuseum/Stadtarchiv, Hauptstraße 8, zeigt neben der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung eine Sondershow zur Kulturgeschichte der Krawatte. Für Kinder von acht bis 14 Jahren wird eine Museumsrallye angeboten. - Die Anfänge der Wasserburg, ihre Zerstörung und der Wiederaufbau sind in der Wasserburg, Haus Graven 1, zu besichtigen.

Monheim Die historische Sammlung im Deusser-Haus (An d'r Kapell 2) zeichnet die 1800- jährige Besiedlung im Monheimer Raum nach. In der Museumsnacht erfahren Besucher bei fachkundigen Führungen Interessantes über die Stadt Monheim am Rhein. Im idyllischen Garten können sie sich anschließend mit frisch gebackenem Brot aus dem Backhaus stärken.

Ratingen Das Oberschlesische Landesmuseum (Bahnhofstraße 62) bietet spannende Geschichten aus der Partnerregion NRWs. Es gibt Führungen unter anderem durch die Austellungen "Heimat.Front" und "Königin Victorias phantastischer Kostümball": Die Besucher können verkleidet kommen. Es gibt diverse Mitmachstationen und Aktionen für die ganze Familie. Im Spielzeugmuseum Ratingen, Wehrgang 1 (Trinsenturm), gibt es Führungen. Darüber hinaus freuen sich die Spielzeug-Sachverständigen des Museums darauf, die Fragen der Besucher fachkundig beantworten zu dürfen.

Quelle: RP
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