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Wülfrath
Museumsfest rund ums Papier

Wülfrath: Museumsfest rund ums Papier
Beim Museumsfest zeigt Ulrike Winkelhane (r.)Besucherin Erika Webeling, was man so mit Papier kunstvoll anstellen kann. FOTO: RPO
Düsseldorf. Die kleinen und großen Besucher haben ihre Freude an einem abwechslungsreichen Programm.Eine Märchenfrau liest vor. Ein Buchbinder zeigt, wie der Einband eines alten Buchs restauriert wird. Von R. Mairose-Gundermann

Beim gut besuchten Museumsfest kamen die Besucher auf ihre Kosten – Kinder, Freunde bergischer Mundart, Interessierte an Schätzen des Niederbergischen Museums, Leute, die sich vom haptischen Vergnügen eines gedruckten Buches begeistern lassen. Christa Hoffmann, Geschäftsführerin des Niederbergischen Museums hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Dabei konnte sie auf Unterstützung ihres engagierten Helferteams, wie auf Museums-Trägerverein, Heimatbund, Bürgerverein, Kinderschutzbund bauen. Im Mittelpunkt stand das Thema Papier und seine Verarbeitung.

Fingerfertige Papierkünstlerin

Ulrike Winkelhane aus Erkrath präsentierte sich als Papierkünstlerin, die sich "Scrapbooking" zum Hobby erkoren hat. "Was man braucht ist Liebe zu Papier, Geduld und Fingerfertigkeit", erklärte sie Besucherin Erika Webeling. Bei dem aus USA stammenden Bastelhobby, das Winkelhane gemeinschaftlich mit einer größeren Gruppe Frauen betreibt, werden ganz spezielle Fotoalben mit Verzierung und Geschichten kreiert. Beim Fest gab sie ihre Freude am Basteln und Verschönern von Schachtel an Kinder weiter. Christoph (12) freute sich über sein Werk. "Vielleicht behalte ich es sogar."

Bücher-Flohmarkt

Am Flohmarkt-Stand des Bücherei- Fördervereins fanden gut erhaltene Bücher viele Käufer. Peter Diekmann, Antiquar aus Langenberg, focht eine Lanze für das Lesen und Erhalten von Büchern. "Es schafft Lebensfreude, Bücher zu bewahren. Trotz aller Entwicklung im Medien-Bereich wird es immer Bücher geben. Das sinnliche Vergnügen eines Buches ist durch nichts zu ersetzen." Buchbinder Michael Rönsberg führte vor, wie man den Einband eines offenkundig viel genutzten Gesangbuchs von 1893 restauriert.

Auf der Suche nach "Bücherwürmern", die sich an allen Attraktionen verbargen, tobten Kinder durchs Museum. Bei Märchenfrau Maria Bünger konnten sie zudem Märchen der Gebrüder Grimm aus einem dicken Märchenbuch lauschen. Erwachsene Besucher freuten sich im Kaminzimmer über "Dönekes" und Gedichte "op Bergisch Platt", die Willi Münch und Paul Hugo Kämmer zum Besten gaben, wobei manch einer sich dabei durch Kaffee vom Kinderschutzbund und Kuchen vom Bürgerverein doppelten Genuss verschaffte.

Die Apotheker Ilona und Peter Wiedemeyer ließen die Museumsapotheke zu neuem Leben erblühen. Sie fertigten eine Salbe, die reißenden Absatz fand, und erklärten nebenher unterhaltsam und informativ alles über Arbeitsschritte und Zusammensetzung. Am alten Webstuhl führte Veronika Rehwinkel vor allem Kinder in die kniffelige Tätigkeit des Webens ein, während Michael Sawatzki in der Zinngießerei in das Gießen einer Dröppelmina einwies.

Quelle: RP
 
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