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Mettmann
Jugendsause auf dem Königshofplatz

Nacht der Jugendkultur in Mettmann 2015: Jugendsause auf dem Königshofplatz
Die Wülfrather Band "in Control" überzeugte beim Auftritt in Mettmann. Sie sind bereits bei zahlreichen Events in der Region aufgetreten. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Die Stadt Mettmann beteiligte sich an der Aktion "Nacht der Jugendkultur". Stage-ME sucht Probenräume. Von Klaus Müller

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr hat sich das Jugendamt entschlossen, auch diesmal an der NRW-weiten Aktion Nachfrequenz "Nacht der Jugendkultur" teilzunehmen. "Wir sind insbesondere von den jungen Besuchern des Mehrgenerationenhauses bestürmt worden, wieder an der bei den Jugendlichen so beliebten Aktion teilzunehmen", sagte Markus Kier vom Sachgebiet Jugendförderung.

Neben dem Jugendamt engagierte sich insbesondere "Stage ME" an der Veranstaltung. Die Rock-Initiative stellte die musikalische Technik und sorgte auch für den Aufbau der professionellen Bühne. "Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir das Jugendamt bei der Organisation unterstützen", sagte Samuel Meyer vom Stage ME-Vorstand. Es waren also alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches großes Open-Air-Festival gegeben. Die hauptsächlich jungen Besucher hörten schon weit vor Erreichen des Königshofplatzes die laut schallende Musik. Bereits kurz nach Beginn des Konzertes mit vielen Newcomer-Bands und Einzelkünstlern füllte sich der zu einem beliebten Mettmanner Treffpunkt gewordene Könighofplatz. Aus den Lautsprechern dröhnte Musik von Rock bis Heavy-Metal "Da geht richtig was ab. Die Musik ist genau das Richtige für uns junge Leute. Da hat sich das Jugendamt etwas Gutes einfallen lassen", sagte Brilon Osmani (16).

Sehr gut kam bei den Jugendlichen der Auftritt der Wülfrather Band "In Control" an. "Unsere Formation gibt es seit knapp zwei Jahren. Wir spielen verschiedene Musikrichtungen, setzen aber vor allem auf Rockmusik in all ihren Facetten", erklärte Sängerin Judith Smettens. "Ich finde es sehr gut, dass das Mettmanner Jugendamt jungen Bands die Plattform für einen öffentlichen Auftritt gibt - dies ist nicht in allen Städten in der Region der Fall", so die 26-Jährige. Dies sieht Samuel Meyer ähnlich. "Ich glaube wir haben hier in Mettmann schon eine gute Musikszene für junge Leute. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt", fügte er kritisch hinzu. "Fast alle jungen Bandformationen beklagen sich bei uns, dass es zu wenig geeignete Proberäume in Mettmann gibt. Wir als Stage ME hoffen, dass Möglichkeiten geschaffen werden, insbesondere im Mehrgenerationenhaus, Räume für die jungen Musiker zur Verfügung zu stellen." Es bleibt abzuwarten, ob es Politik und Verwaltung in Mettmann gelingt, die talentierten Bands zu unterstützen.

Georg Vasic vom Integrationsrat war aufmerksamer Zuhörer des Konzerts, das vom Nachmittag bis in die späten Abendstunden hinein ging. "Hier sind deutsche Jugendliche, aber auch viele junge Leute mit Migrationshintergrund. Es ist doch toll, dass sie gemeinsam diese Veranstaltung bestreiten." Es freue ihm besonders, dass auch jugendliche Flüchtlinge den Weg zum Konzert gefunden haben. "Das ist gelebte Willkommenskultur."

Quelle: RP
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