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Kreis Mettmann
Natur, Mode und Bauten als Kunstform

Kreis Mettmann: Natur, Mode und Bauten als Kunstform
Das Werk "Landschaft" von Marion Reckow-Memmert. Sie ist mitwirkende Künstlerin der Ausstellung "Human Land" in Hilden. FOTO: Veranstalter
Kreis Mettmann. Mehrere Ausstellungen locken in den kommenden Wochen mit Fotografien, Malerei, Skulpturen und Installationen.

Liebhaber guter Western kennen den Titel "Weites Land", ein begnadet guter Film des Regisseurs William Wyler aus dem Jahr 1958. Gregory Peck spielt einen Städter, einen Außenseiter, der sich mit den rauen Gepflogenheiten der Familie seiner Verlobten nicht abfinden will und seine eigenen Wege sucht - durch weites Land, das er zu lieben lernt.

Im Film ist es eine faszinierend fotografierte Prärielandschaft. Daran erinnert ein wenig das Motto "Human Land", frei übersetzt "menschliches Land". Unter diesem Titel ist bis 27. September eine Ausstellung im Gewerbepark-Süd, Hilden, zu sehen.

Gilt die Architektur von Menschen in seinen verschiedenen Stilen als einigermaßen bekannt, bleibt die Baukunst mancher Tiere meist unbeachtet. Dabei haben sie es sich bereits in Nestern und Hütten gemütlich gemacht als der Mensch noch in Höhlen hauste. Vom winzigen Nest eines Kolibris bis zu den größten von Tieren geschaffenen Bauwerken, den Korallenriffen, gibt es Konstruktionen, die den Menschen immer wieder verblüffen.

Der Fotograf Ingo Arndt zeigt die eindrucksvollen Tierbehausungen und ihre Bewohner in der Ausstellung "Architektier", die noch bis zum 1. November im Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr zu sehen ist. Um eine Frage der Perspektive soll es dann in der folgenden Sonderausstellung "Zwerge & Riesen" an gleicher Stelle gehen. Mythische Zwerge, märchenhafte Riesen sowie kleine und große Lebewesen auf zwei oder mehr Beinen begegnen dann ab dem 21. November zwischen medialen Installationen und archäologischen Exponaten.

Bilder aus wunderbaren Sonnenmonaten sind im Zeittunnel, Hammerstein 5, 42489 Wülfrath, Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr, zu sehen. Unter dem Titel "Die Leichtigkeit des Seins - Sommer in der Natur" zeigt Naturfotograf Klaus Tamm aus einem Konvolut von knapp 500 Bildern 62 ausgewählte Fotos. Überwiegend sind sie hell, luftig und freundlich, die wenigen Nachtaufnahmen werden auf einem Bildschirm am Ende des Tunnels zu sehen sein.

Der Verkaufserlös übrigens ist für den Naturschutz bestimmt. Übrigens: Die nächste öffentliche Führung durch den Zeittunnel findet Sonntag, 6. September, 12 Uhr nach telefonischer Anmeldung statt. Und zur kreisweiten Nacht der Museen Freitag, 25. September, zeigt Rolf Niggemeyer um 18 Uhr eine 3D-Diashow, ehe ab 20 Uhr Waldpädagogin Uta Wittekind und Uhuexperte Detlef Regulski über Eulen und Uhus berichten.

Klatsch und Tratsch füllen nicht allein aktuelle Illustrierte, in seinen schönsten Ausformungen als Fotos von historischem Wert sind sie im Oberschlesischen Museum zu bewundern. Dazu geht es auf Zeitreise zurück ins Jahr 1897, das in Großbritannien ganz im Zeichen des Diamantenen Thronjubiläums Königin Victorias stand. Deshalb lud die Herzogin von Devonshire zum Kostümball. Unter den mehr als 300 Gästen der Hautevolee waren auch die Herren vom Fotostudio Lafayette, die die Crème de la Crème der Gesellschaft fotografierte. Diese wunderbaren Bilder von Honorationen als Kleopatra, Semiramis oder der Königin von Saba verkleidet, zeigt das Oberschlesische Museum in Zusammenarbeit mit dem Victoria & Albert Museum London bis 4. Oktober, Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr, unter dem Titel "Von Kleopatra bis Nelson" an der Bahnhofstraße 62, 40883 Ratingen. Abgerundet wird die Ausstellung durch historische Kostüme, die sorgfältig und originalgetreu anhand der Fotos von Absolventen des Wimbledon College of Art in London nachgeschneidert wurden.

Das derzeit sehr auf moderne Kunst fokussierte Museum Ratingen auf der Grabenstraße wird ab September auch seinem lokalen Auftrag als Bewahrer der Stadtgeschichte gerecht: Birgit Jensen, die in Düsseldorf lebt und arbeitet, beschäftigt sich derzeit mit der langen Besiedelungsgeschichte Ratingens. Sie setzt jahrtausendealte Stätten wie den Stinkesberg und den ehemaligen Kalksteinbruch (heute Blauer See), an dessen Ufern sich die Umwandlung von Kalkstein zu Dolomit in allen Phasen erkennen lässt, in Szene, indem sie Fotos zu Siebdrucken abstrahiert. Audio- und Performancekünstler Jörg Steinmann steuert Geräuschprofile der einzelnen Stätten bei. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 25. September, um 19 Uhr anlässlich der Neanderland-Museumsnacht statt.

Quelle: RP
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