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Mettmann
Neanderart beeindruckt durch Vielseitigkeit

Mettmann: Neanderart beeindruckt durch Vielseitigkeit
Mitglieder der Neanderartroup stellen im Kunsthaus Mettmann aus. Die Schau ist noch am Mittwoch und Freitag zu sehen. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Eine beeindruckende Ausstellung wurde am Freitag Abend von der Vorsitzenden Monika Kissling im Kunsthaus eröffnet. Die 2006 von Ralf Buchholz gegründete Künstlervereinigung NeanderArtGroup präsentierte Werke von zehn ihrer 25 Mitglieder aus dem Raum Mettmann und die Vielseitigkeit der Bilder und Skulpturen faszinierte. Von Hanna Eisenbart

Materialien wie Holz, Fotopapier, Stoffe, Leinwand , wurden mit flüssigem Eisen und Oxydationsmitteln, Acryl oder Aquarellmalerei, Pastellkreide bearbeitet und erzielten dadurch bewundernswerte Vielfalt. Mit spontan geschossenen Fotos gelangen durch Doppel- oder gar Vierfachbelichtung und Filtern mit verschiedenen Farben Bilder, die Düsseldorf wahrhaft in anderem Licht erscheinen ließen und eher an den Time Square, als an die Stadt am Rhein erinnerten. Mit ganz alten Techniken, die Lucas Cranach oder auch Albrecht Dürer anwendeten, waren z.T. Jahrhunderte alte Drucke bearbeitet und ergänzt worden. Die Philosophie, dass alles Leben aus dem Wasser entstand und alle Freiheit in der Luft liegt, ließ Fisch und Vögel in diese Montagen einfließen.

Ein schlichter Kreuzgang war durch kompakte Farben mithilfe einer Kupferdruckpresse entstanden und bestach durch seine absolute Einmaligkeit - jedes Bild ein Unikat und nicht reproduzierbar.

Hoffnung und Lebensfreude drückten Bilder aus, die im Wald, in der Natur zu erfahren sind. Hier tankt die Künstlerin auf und Acryl und Spray trocknen auf Fotopapier besser und schneller und lassen somit weiteren Raum für weitere Ideen. Gelernt in der Textilbranche und in der Kunst weiter entwickelt: Stoffmuster unterschiedlichster Art waren angeordnet und mit Wachs bearbeitet worden - eine bunte Collage mit kleinen Zierstichen versehen. Ganz anders wirkte das Material Holz bei den Skulpturen, die mit verschiedenen Metallen dekoriert waren und z.T. als Schmuck im Raum, aber auch als heimelige Leuchtkörper dienten. "Alice is leaving wonderland" - ein auf Holz gearbeitetes Bild zeigte, das die Malerin die alten Techniken - wie sie sagte - sehr mühevoll studiert hat und die Fehler im Holz schufen Raum für viele Paar Schuhe, die auf der Erde zurückgelassen wurden. Öffnungszeiten: Mittwoch: 16 bis 18 Uhr und Freitag 15 bis 18 Uhr.

Quelle: RP
 
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