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Mettmann
Neues Neanderthalermädchen im Museum

Neanderthal Museum Mettmann: Neues Mädchen Kina zu sehen
Kina, wie sie im Museum bereits genannt wird, schaut die Besucher etwas schüchtern und verschmitzt an. Haar- und Augenfarbe entspringen der Imagination der Künstler. FOTO: Neanderthal Museum
Mettmann. Zuwachs bei der Patchworkfamilie im Neanderthal Museum: Die beiden niederländischen Künstler und Präparatoren Alfons und Adrie Kennis haben ein Neanderthalermädchen für das Museum rekonstruiert. Etwas schüchtern schaut Kina die Besucher an. 

Wie bei so vielen werdenden Eltern wurde auch im Neandertal sehnsüchtig auf Familienzuwachs gewartet. Nun ist es soweit. Die beiden renommierten niederländischen Künstler und Präparatoren Alfons und Adrie Kennis haben ein Neanderthalermädchen für das Museum rekonstruiert.

Das Museum freut sich über den Zuwachs in der Familie. FOTO: Neanderthal Museum

Sie haben den Kopf des Mädchens in einem aufwändigen Verfahren rekonstruiert. Grundlage ist der Schädelfund eines etwa siebenjährigen Mädchens von der Fundstelle La Quina in Frankreich. Darauf haben die Brüder Kennis Muskel und Haut aufgebaut. In über drei Monaten entstand das Neanderthalermädchen. Seine Körpergröße beträgt etwa 120 Zentimeter. Das Mädchen wurde nach seinem Tod unter dem Felsschutzdach La Quina niedergelegt, vielleicht bestattet. Sie starb vor etwa 65.000 Jahren.

Kina, wie sie im Museum bereits genannt wird, schaut die Besucher etwas schüchtern und verschmitzt an.  Haar- und Augenfarbe entspringen der Imagination der Künstler. Ihre leichte Sommerklei­dung aus Leggings und Tunika, von Museumsmitarbeiter Till Knechtges mit Knochenpfriem und Tiersehne genäht, entspricht einer Tradition, die von Völkern der nördlichen Breiten Eurasiens und Nordamerikas bekannt ist.

Kina sitzt nun im Themenbereich "Kommunikation und Gesellschaft", wohlbehütet beim Baby und seiner Patchworkfamilie.

Ermöglicht wurde der Ankauf von Kina durch eine Spende der Neanderthaler Gesellschaft.

Quelle: RP
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