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Mettmann
Neue Feuerwache am Rathaus geplant

Mettmann. Die Mettmanner Wache muss modernisiert und umgebaut werden. Der Bauausschuss begrüßte das Konzept. Von Christoph Zacharias

Die Stadt Mettmann plant einen Neu- und Erweiterungsbau der Feuerwache an der Laubacher Straße. Ursprünglich sollte das Bauprojekt 5,4 Millionen Euro kosten. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt, dass Mehrkosten in Höhe von 440.000 Euro entstehen. Und zwar für die Altlastenentsorgung im Baugrund und für den Abbruch von Gebäudeteilen im laufenden Betrieb der Kreisleitstelle.

Die bleibt bis zum Jahr 2020 im Gebäude. "Dafür müssen Provisorien geschaffen werden", sagt Ottmar Viehbeck vom Planungsamt. Die Stadt hat entschieden, den ersten Bauabschnitt (2018 fertig) zu erweitern und den Bau der kompletten Atemschutztechnik vorzuziehen, was zu einer Kostenverschiebung in Höhe von 700.000 Euro vom zweiten in den ersten Bauabschnitt führt.

Die Stadt hofft auf Fördermittel von 720.000 Euro für den 1. Bauabschnitt. "Außerdem könnten durch die Nutzung der Desinfektionsanlage durch eine kommunale Zusammenarbeit sich Refinanzierungsmöglichkeiten ergeben", sagt Viehbeck. Die Notwendigkeit eines Neubaus ist unumstritten.

Seit Jahren klagen Feuerwehrleute über Schwachstellen. Teilweise entspricht die Ausstattung nicht mehr den rechtlichen und hygienischen Standards und Voraussetzungen. Eine Trennung von verschmutzten und sauberen Einsatzmitteln ist aufgrund der Raumnot nicht möglich. Es fehlen Büroräume.

Die Umkleideräume sind für 84 Kräfte ausgelegt. Zur Zeit versehen weit über 100 Feuerwehrkräfte den Einsatzdienst. Es ist keine zulässige Desinfektionsanlage vorhanden. Weiter: Es bestehen zahlreiche Mängel in der Bausubstanz. In der Feuerwehr wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Feuerwehrmann Dirk Fischer, der hauptberuflich Architekt ist, hat eine Konzeption entwickelt, die mit dem Architekturbüro Buddenberg Düsseldorf umgesetzt wird.

Nach den erfolgten Voruntersuchungen sei es möglich, einen kompakten Baukörper auf dem Gelände zu errichten, der die Anforderungen an eine moderne Feuer- und Rettungswache erfülle. Dafür muss ein Teil der alten, in den 1970er Jahren errichteten Gebäude abgerissen werden. Die 1995 fertiggestellte Fahrzeughalle bleibt bestehen. Daran anschließend und geschosshöhengleich wird ein L-förmiger Baukörper errichtet, dadurch entsteht ein U-förmiges Gebäude.

An der Laubacher Straße wird eine Durchfahrt für die zurückkehrenden Einsatzfahrzeuge geschaffen werden, an die die Desinfektion und die Rückgabe der Atemschutzgeräte angeschlossen wird. Die Ausfahrt bleibt an der Straße "Am Rathaus". Eine zweite Fahrzeughalle wird gegenüber der alten gebaut, damit alle Einsatzfahrzeuge untergebracht werden können.

Im Obergeschoss der neuen Wache werden die Räume für die Verwaltung, die Ruhe- und Bereitschaftsräume, die Jugendfeuerwehr sowie die Schulungsräume untergebracht. Nur ein geringer Teil der neuen Gebäude wird unterkellert und dies möglichst unter Verwendung der vorhandenen Bausubstanz.

Ein Teil der Kosten entfällt auf die Unterbringung des Rettungsdienstes. So können bestimmte Baukosten über die Rettungsdienstgebühren refinanziert werden.

Quelle: RP
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