| 00.00 Uhr

Mettmann
Neuer Flügel - herrlicher Klang

Mettmann: Neuer Flügel - herrlicher Klang
Beim Konzert im Advent der Maria Nenninghoven Stiftung spielteJens-Peter Enk erstmals auf dem neu angeschafften Flügel in der evangelischen Kirche am Hügel. FOTO: Janicki, Dietrich (jd-)
Mettmann. Bereits zum 10. Mal, immer am Nachmittag vor dem 3. Advent, veranstaltet die Maria Nenninghoven Stiftung ein vorweihnachtliches Konzert in der ev. Kirche am Hügel und hat in dieser Zeit ein beeindruckend großes Stammpublikum gewonnen. Von Hanna Eisenbart

Dr. Ekkard Feustel hat auch dieses Mal wieder Außergewöhnliches aufgestöbert: (Noch-)Studenten der Musikhochschule Düsseldorf haben vor drei Jahren ein Flötenquartett gegründet und schon beachtliche Erfolge in Deutschland erzielt.

Pfarrer Klaus Schilling begrüßte die Gäste und freute sich, eine weitere Tradition verkünden zu können: Auch der neue Bürgermeister, Thomas Dinkelmann, wird diesen Termin wohl fest in seinen Kalender aufnehmen und die Arbeit der Stiftung unterstützen.

Das durch die Jahrhunderte eilende Programm begann mit Präludium und Fuge in C-Dur von J. S. Bach aus dem wohltemperierten Klavier. Bitte,- mit welchem Werk denn sonst hätte der neue Flügel wohl eingeweiht werden sollen, der mithilfe einer Spende der Kreissparkasse angeschafft werden konnte. Wahrlich wohltemperiert überzeugte der Klang des herrlichen Instrumentes und Jens-Peter Enk, Kantor aus Wuppertal genoss es sichtlich, dieses Schmuckstück vorstellen zu dürfen.

Bezaubernde Themen und wahnwitzige Koloraturen zeichneten das Quartett für vier Flöten von Friedrich Kuhlau aus, einem deutsch/dänischen Komponisten und Flötisten und die vier jungen Musiker überzeugten mit Spielfreude und hervorragender Technik.

Dr. Hajo Buch und Heinrich Heine - eine Lebens- und fast Liebesgeschichte. Adventliche Gedichte und Geschichten aus der Jugend Heines in Düsseldorf wusste der ehemalige Leiter des Heinrich Heine Gymnasiums in unnachahmlicher Weise vorzutragen. Köstliche Unterhaltung auf hohem Niveau.

Ingo Koch schmökert ständig im Internet, um Kompositionen in der Bearbeitung für vier Querflöten zu finden, die er mit seinen Kommilitonen Marie-Luise Kerkau, Katharina Maria Mücke und Nathan Lange für die Konzerte zusammenstellt. So war die Ouvertüre der Zauberflöte auf vier Flöten schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig (man hat doch den Orchesterklang im Ohr), während die Tänze aus Tschaikowskis Nussknacker- Suite zu einem regelrechten Ohrenschmaus gerieten.

Zum Abschluss glänzte Jens- Peter Enk mit Variationen des weihnachtlichen Liedes: In dulci Jubilo erklang in wechselnden Registern auf der Orgel. Aber noch mehr gefallen hat die Christmas Toccata von Jürgen Bostelmann (geb. 1960), in der eine Reihe bekannter Advents- und Weihnachtslieder kunstvoll versteckt waren. Wieder einmal war das ein schöner, besinnlicher Nachmittag im Advent.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Neuer Flügel - herrlicher Klang


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.