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Mettmann
Noch 30 Paten gesucht

Mettmann: Noch 30 Paten gesucht
Schumannstraße. Größe des Spielplatzes: 2600 Quadratmeter. FOTO: Spielplatzpaten.com
Mettmann. 60 öffentliche Spielplätze gibt es in Mettmann. Für die Hälfte davon gibt es derzeit Spielplatzpaten, die sich in einem Netzwerk zusammengetan haben. Die RP stellt einige von ihnen vor und zeigt, was sie geschafft haben. Von Carmen Porschen

Manchmal mangelt es Kindern an Platz zum Toben, doch hier ist ihr Revier: Auf dem Spielplatz. Aber häufig geraten diese Bereiche in Vergessenheit, verwildern oder werden nicht mehr ausreichend instand gesetzt. Gegen eine solche Entwicklung arbeitet das lokale Netzwerk "Spielplatzpaten.com" an. Dort schließen sich Menschen zusammen, die sich um einen Spielplatz kümmern.

"Das können Einzelpersonen, Gruppen oder auch Organisation sein, die öffentliche oder private Spielplätze über einen längeren Zeitraum hinweg ehrenamtlich und freiwillig betreuen", sagt Initiatorin Nicola Hengst-Gohlke. 60 öffentliche Spielplätze gibt es in Mettmann, davon hat rund die Hälfte schon einen Paten gefunden – und das nach drei Jahren. "Das ist ein verdammt guter Wert, denn immerhin sind wir kein Verein und es steckt auch niemand von der Stadt dahinter, der sich hauptamtlich darum kümmert. Daher brauche ich vor allem Leute, die selbstständig arbeiten", sagt Hengst-Gohlke.

Seit drei Jahren engagiert

Ihr Einsatz für Spielplätze entstand vor drei Jahren, da zog sie von München nach Mettmann. Als sie mit ihrem damals zweijährigen Sohn einen Spielplatz besuchte, war der Schock über den Zustand groß. "Mein Sohn soll in einem guten Spielumfeld aufwachsen und so habe ich mich informiert, was man tun kann", sagt Hengst-Gohlke. Dass sich daraus ein ganzes Netzwerk entwickelt, ahnte die Mutter nicht, doch nun freut sie sich über den Erfolg. Spielplatzpaten nehmen sich der Aufgabe an, die Spielbedingungen zu verbessern und Aktivitäten zu organisieren. In Mettmann haben sowohl Privatpersonen Patenschaften übernommen, als auch Organisationen. "Spielplätze zu verbessern geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozess, der auch in Abstimmung mit der Stadt geschieht", sagt Hengst-Gohlke. Da es sich um öffentliche Plätze handelt, ist die Zusammenarbeit unumgänglich. Auch die Finanzierung neuer Spielgerätenoder Instandhaltungsarbeiten können Privatpersonen nicht leisten. "Leider ist es heutzutage so, dass Kommunen wenig Geld haben. Oft wird bei Spielplätzen gespart, und die Unterhaltung solcher Grünflächen ist leider auch teuer", sagt Hengst-Gohlke. Außerdem sollen Veränderungen auf den Plätzen in Abstimmung mit den Kindern geschehen. "Sie sollen sagen, was sie sich dort wünschen und lernen damit auch ein wenig, was Demokratie ist." Zudem haben sie dadurch ihre Spielraum selbst mitgestaltet.

Quelle: RP
 
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