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Mettmann
Noch immer keine Spur von der Schildkröte

Mettmann: Noch immer keine Spur von der Schildkröte
Tierschutzverein-Vorsitzender Wolfgang Kohl mit Polly berichtet beim Treffen über Tiere in Not. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Das Verschwinden einer Dosenschildkröte gibt dem Mettmanner Tierschutzverein weiterhin Rätsel auf. Unbekannte hatten das Tier Ende 2015 aus der Praxis des Tierarztes Dr. Martin Müschenich gestohlen. Von Rabea Gruber

Das chronisch kranke Reptil lebte dort in einem Terrarium. Müschenichs Bitte um eine anonyme Rückgabe zeigte keinen Erfolg. "Es ist schwer nachzuvollziehen, wie der Diebstahl gelingen konnte", sagt Wolfgang Kohl, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Selbst für eine große Person sei es fast unmöglich, von oben in das Terrarium hineinzugreifen. "Aber wer würde sich schon trauen, in aller Ruhe eine Bank neben das Terrarium zu stellen, draufzuklettern und das Tier herauszuholen?" Diese Frage werden sich die Tierschützer wohl nicht beantworten können.

Andere Geschichten sind zum Glück besser ausgegangen. In den letzten Wochen betreute der Verein wieder eine Handvoll Hunde. Zwei entlaufene Tiere konnten schon nach kurzer Zeit zu ihren Besitzern zurückkehren. Einer von ihnen war während eines Spaziergangs an einen elektrischen Weidezaun geraten und erschreckte darüber so sehr, dass er blindlings die Flucht antrat. "Wenn Hunde sehr erregt sind oder Panik bekommen, werden sie schnell taub für ihre Besitzer", so Kohl.

Aber auch mit traurigeren Fällen muss sich Kohl auseinandersetzen. So erreichte ihn vor einigen Tagen eine Beschwerde über einen Hundehalter, der seinen Border Collie angeblich misshandele. Ein von einem Zeugen aufgenommenes Foto bewies nun, dass der Halter dem Tier tatsächlich Schmerzen zufügt, indem er es auf einem Spaziergang herumschleudert und am Nacken mitschleift. Das Veterinäramt hat den Fall übernommen.

Ein anderer Hund wurde in einer Wohnung an der Bahnstraße zurückgelassen, nachdem der Besitzer inhaftiert wurde. Der Hausmeister übernahm zunächst die Pflege, musste das Tier jedoch abgeben, da es sich nicht mit seinem eigenen Hund vertrug. Mittlerweile hat ein Bekannter des Besitzers den Hund zu sich genommen. Des Weiteren sorgte ein Zwergkaninchen für Aufsehen. Es tauchte plötzlich in einem Garten auf. Wie sich herausstellte, gehörte das Kaninchen einer Familie aus der Nachbarschaft, die das kleine Tier auch ohne größere Probleme einfangen konnten.

Wer sich für die Arbeit der Mettmanner Tierschützer interessiert, ist beim Stammtisch im Café am Markt willkommen. Die Mitglieder treffen sich dort am jeweils zweiten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr. Am Donnerstag, 7. April, findet um 20 Uhr die Jahreshauptversammlung im Johanneshaus, Düsseldorfer Straße 154, statt.

Quelle: RP
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