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Mettmann
Orgelspiel und Flötenklang beim Marktkonzert

Mettmann. Die ungemein reizvolle Kombination von Flöte und Orgel konnten die Zuhörer beim Marktkonzert in St. Lambertus genießen und die beiden Künstler Andrea Will und Hans-André Stamm begeisterten mit hoch virtuosem Spiel und technischer Brillanz. "Orgelspiel und Flötenklang" - hier Orgel und da die kleine Piccoloflöte: Mal irisch, mal baskisch, mal italienisch oder französisch und auch japanisch: es war eine musikalische Weltreise, die den Kompositionen von Hans-André Stamm innewohnte und von dem seit Jahren gemeinsam konzertierenden Duo meisterlich dargeboten wurde.

Wuchtige Akkorde der Orgel gaben dem "March of Joy" erhabene Größe, und die kleine Piccolo tirilierte munter oben drüber. Die "Melodie für Qingwen" entführte das Publikum ins ferne Japan und hier überzeugte die Flötistin Andrea Will mit dem besonderen Klang einer Piccoloflöte, die in F gestimmt und durch ein zusätzliches Membran fernöstliche Klänge und die Vision graziöser Damen im Kimono unter Sonnenschirmchen herbeizauberte. Mit seiner "Toccata all'irlandese" überrumpelte Stamm die Zuhörer förmlich, - monumentale Akkorde im Pedal wechselten mit akrobatisch schnellen Läufen ab, tosende Donnerschläge und perlende Koloraturen ließen Finger und Füße über Tasten und Pedale flitzen. Auch Gabriel Fauré und César Franck kamen zu Wort, aber die von Stamm arrangierten Stücke für dieses Instrumentenduo, hervorragend gespielt, imponierten nicht so sehr, wie seine eigenen Kompositionen. Mit dem "Scherzo brillante" übertrafen Andrea Will und H.A. Stamm nochmals alle Rekorde in Sachen tempi und mit spürbarer Freude am Spiel musizierten die beiden Musiker.

(eise)
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