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Mettmann
Parkproblem am Jobcenter gelöst

Mettmann: Parkproblem am Jobcenter gelöst
Der gelb markierte neue Fuß- und Radweg führt vom Parkplatz zur Arbeitsagentur, die unten in der Mitte rot markiert ist. Das oben markierte Gebäude gehört der Evangelischen Freichristlichen Gemeinde, die die Parkplätze zur Verfügung stellt. FOTO: Stadt Mettmann / Planungsamt
Mettmann. Bis zu 40 Autos von Mitarbeitern sollen künftig auf einem reservierten Parkplatz stehen dürfen. Von Oliver Wiegand

In Deutschland gibt es Lücken im Gesetz, von denen man nicht zu träumen wagt. Rund um die Mettmanner Arbeitsagentur und im angrenzenden Gewerbegebiet etwa kann jeder Autofahrer sein Fahrzeug parken, wie er gerne möchte. Die Straße ist noch nicht ausgebaut, es gibt keine Gehwege und keinen befestigten Randstreifen - auf dem Schotter oder halb im Gebüsch parken ist deshalb quasi straffrei.

"Das Mettmanner Ordnungsamt hat keine Handhabe und darf keine Knöllchen ausstellen", sagt Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Grund ist, dass die Straße noch nicht "gewidmet" ist und der endgültige Ausbau mehr als zwei Jahre nach der Eröffnung der neuen Arbeitsagentur immer noch nicht erledigt worden ist.

Winfried Bleckmann, Franz Heuel, Marcus Kowalczyk und Bürgermeister Thomas Dinkelmann (v.l.) haben eine Lösung erarbeitet. FOTO: D. Janicki

Schon kurz nach der Eröffnung des Jobcenters/Arbeitsagentur gingen die Anwohner auf die Barrikaden. Für die rund 250 Mitarbeiter hatte man neben dem neuen Gebäude ganze 100 Parkplätze vorgesehen.

Dazu kommen noch 50 bis 200 Besucher des Jobcenters pro Tag, von denen einige ebenfalls mit dem Auto anreisen. Klar, dass die Parkplätze sehr schnell sehr knapp wurden und Besucher und Mitarbeiter zusehen mussten, wo sie ihr Auto abstellen. Die Anwohner des Wohngebietes Karpendelle beschwerten sich mehrfach bei der Stadt über Fremdparker in den Straßen ihrer Siedlung. Sauer waren auch die Geschäftsleute über das wilde Parken im angrenzenden Gewerbegebiet. Anwohner warnten schon kurz nach der Eröffnung der neuen Arbeitsagentur im Jahr 2015, dass der Verkehr in der angrenzenden Wohnsiedlung stark zugenommen hat. Doch fast zwei Jahre später ist nun endlich eine Lösung in Sicht, die zumindest die gröbsten Park-Probleme etwas mildern könnte. Stadt und Arbeitsagentur haben sich darauf geeinigt, dass auf dem Grundstück der Freien Evangelischen Gemeinde Auf dem Hüls eine Parkfläche angelegt wird. Dort parken dürfen allerdings nur Mitarbeiter der Arbeitsagentur. Und: Die Angestellten müssen etwa 25 Euro im Monat aus eigener Tasche für den Parkplatz bezahlen. Weil der neue Parkplatz aber nicht unmittelbar neben der Agentur liegt, wird nun ein neuer Fußweg angelegt, über den man die Agentur schnell erreichen kann. "Wir haben unsere Mitarbeiter gefragt, ob sie Interesse an einem Parkplatz haben", sagt Marcus Kowalczyk, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. Die Resonanz habe ihn überzeugt. Marcus Kowalczyk hofft, dass nun von den 100 Parkplätzen direkt neben der Agentur viel mehr für Besucher frei bleiben, als zuvor.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann ist froh, dass der neue Parkplatz in guter Zusammenarbeit mit der Freichristlichen Gemeinde zustande gekommen ist. "Wir brauchen die Fläche ja kaum, außer am Sonntag zum Gottesdienst", sagt Winfried Bleckman von der Gemeinde. Und eine gute/schlechte Nachricht hat Dinkelmann noch. Bald wird die Straße gewidmet und ausgebaut. Dann gibt es auch Knöllchen für Falschparker.

Quelle: RP
 
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