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Mettmann
Pfarrei St. Lambertus bezieht Räume an der Kirche

Mettmann. Zwei wichtige Themen standen bei der Pfarrversammlung der katholischen Pfarrei St. Lambertus im Johanneshaus, an der auch Pfarrer Klaus Schilling von der evangelischen Gemeinde teilnahm, im Blickpunkt: Es ging um den geplanten "Treffpunkt Gemeinde" und um ökumenische Perspektiven mit einem Ökumenischen Zentrum in Metzkausen. Von Klaus Müller

Monsignore Herbert Ullmann sagte, dass die Pfarrei seit längerer Zeit in Nähe der Kirche St. Lambertus Räumlichkeiten gesucht habe. Jetzt sei man fündig geworden. Aufgrund einer baldigen Geschäftsaufgabe ("Between" Ecke Oberstraße/Marktplatz) sei geplant, dort zum 1. August 2017 einen Raum für 80 bis 100 Personen für die Gemeinde zu nutzten. "Es war schon lange mein Anliegen, in unmittelbarer Nähe der Kirche einen Treffpunkt für die Gemeinde zu haben." Auf dem Weg von der Kirche bis zum Flintrop-Haus gingen einige Gemeindemitglieder verloren.

Hinsichtlich des Ökumenischen Zentrums am Kirchort Heilige Familie in Metzkausen bemerkte Ullmann an, dass Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki seine Zustimmung zu diesem Projekt gegeben habe. Er wies darauf hin, dass sein Vorgänger Monsignore Markus Bosbach, der jetzt beim Erzbistum Köln tätig sei, das Ökumenische Zentrum unterstützt habe. "Katholische und evangelische Kirche haben bei den bisherigen Gesprächen zu diesem Thema auf Augenhöhe verhandelt", betonte Ullmann.

Pfarrer Klaus Schilling verwies auf eine von Pfarrer Bosbach und Pfarrer Schmidt unterschriebene ökumenische Partnerschaftsvereinbarung aus dem Jahr 2011. Diese habe geistlich die gegebene Einheit der Kirchen formuliert und den gemeinsamen Willen, die Einheit im praktischen Gemeindeleben zu praktizieren, protokolliert. Es sei kein Geheimnis, dass Pfarrkollegium und Presbyterium der evangelischen Gemeinde seit einiger Zeit dabei seien, die Gemeindearbeit neu auszurichten. Diese Ausrichtung betreffe das Personal, die Gebäude und die Finanzen. Es sei nun einmal so, dass die Kirchen nicht mehr alles allein tun können, sagte Schilling "Entweder wir gehen als Kirchen gemeinsam in die Zukunft, oder wir gehen einzeln in der Bedeutungslosigkeit unter", sagte er. Er wies darauf hin, dass es bei dem ökumenischen Zentrum keinen Sinn mache, die Evangelische Kirche am Hügel weiterhin als Gottesdienststätte zu nutzten. Die Kirche soll entwidmet und einer anderen Nutzung zugeführt werden. Der Neanderdiakonie sollen die kompletten Räumlichkeiten im evangelischen Gemeindehaus zur Verfügung gestellt werden. Schilling erklärte, dass in den kommenden Monaten mit den Gremien der Pfarrei St. Lambertus auf Augenhöhe verhandelt werde. "Evangelischerseits bitten wir nicht um Unterschlupf, sondern wir möchten eine ökumenische Allianz begründen."

Quelle: RP
 
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