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Mettmann.
Race am Rhein: Mettmann Top, Erkrath Flop

Das war das Race am Rhein
Das war das Race am Rhein FOTO: Blazy, Achim
Mettmann.. In Mettmann wurden bereits am Samstagabend viele Autos auf der Düsseldorfer Straße abgeschleppt. Während in Mettmann gute Stimmung im französischen Dorf herrschte, war in Erkrath so gut wie gar nichts los. Von Oliver Wiegand und Christian Barra

"Auf der Spur der Tour", so lautete das Motto des Radrennens, das am Sonntag genau über die Strecke führte, die am 2. Juli 2017 Schauplatz der offiziellen Etappe der Tour de France sein wird. Von Düsseldorf über Erkrath ging es durch das Neandertal nach Mettmann und von dort über Ratingen zurück nach Düsseldorf.

Erkrath dürften die meisten Rad-Fahrer schnell aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben. Entlang der Strecke auf der Düsseldorfer- und Neanderstraße standen teilweise mehr Polizisten und Verkehrskadetten als Zuschauer. Angefeuert wurde die Fahrer wenn überhaupt von einigen wenigen Familienangehörigen, die den Weg an die Strecke gefunden hatten. Erstaunlich voll war in Erkrath nur der Gerberplatz. Die Stadtverwaltung hatte den Anwohnern empfohlen, dort ihre Wagen abzustellen, falls sie am Sonntag Termine haben, für die man das Auto braucht. Allerdings: Die Erkrather wollen es im nächsten Jahr besser machen und haben versprochen, für mehr Action entlang der Strecke zu sorgen.

3500 Teilnehmer radeln durch Düsseldorf FOTO: dpa, a htf

Wie man es wesentlich besser machen kann, zeigten die Mettmanner. Zentraler Ort des Geschehens war der "Boulevard Francais", der zwischen Königshof-Galerie und Altenstift ein Unterhaltungsprogramm für die Zuschauer und viele französische Spezialitäten zu bieten hatte. So gab es von Austern und Champagner über Crepe und Käse bis hin zu französischer Patisserie alles, was das französische Feinschmeckerherz höherschlagen lässt. Schon am frühen Nachmittag bildeten sich lange Schlangen vor den Ständen.

Bürgermeister Thomas Dinkelmann eröffnete den Boulevard um 11 Uhr mit einer Delegation aus der Partnerstadt Laval, die eigens zu diesem Event mit rund 25 Personen angereist war. Fünf davon nahmen selbst an dem Jedermann-Rennen teil, das neben dem Rennen der Bundesliga-Profis über die Strecke führte. Dinkelmann lobte den Einsatz der städtischen Mitarbeiter in den vergangenen Wochen.

An der Kreuzstraße in Erkrath wurden die Autos umgeleitet. Zuschauer standen sehr wenige an der Strecke. FOTO: Blazy Achim

"Die Vorbereitungszeit war extrem kurz. Mit viel Einsatz haben wir diese logistische Herausforderung angenommen", sagte der Bürgermeister. Auf dem Boulevard herrschte vor allem Vorfreude auf das Rennen im nächsten Jahr, das dann mit deutlich mehr Vorlauf und in noch größerem Rahmen stattfinden wird. Lothar Bennemann vom Flächenmanagement der Stadt Mettmann zeigte sich zufrieden. "Das Interesse ist groß und wir freuen uns schon auf den Grand Départ im nächsten Jahr".

An der Gerberstraße in Erkrath waren Autos nicht erlaubt. FOTO: Blazy Achim

Die Familie Schwarz aus der Oberstadt hatte an der Düsseldorfer Straße auf Höhe des EVK bereits in den frühen Morgenstunden einige Tische aufgebaut und zusammen mit der Nachbarschaft ein Frühstück organisiert, bevor das Race am Rhein losging.

Betroffen von den Sperrungen auf Mettmanner Stadtgebiet waren vor allem die Talstraße, Ringstraße, Am Kolben, die Düsseldorfer Straße sowie die Ratinger Landstraße Richtung Schwarzbachtal. Zwar wurden im Vorfeld des Rennens alle betroffenen Anwohner durch den Veranstalter über Parkverbote und Verkehrsbehinderungen informiert.

Dennoch kam es am Samstagabend zum Einsatz mehrerer Abschleppfahrzeuge, vor allem im Bereich der Düsseldorfer Straße. "Es wurden aber alle Maßnahmen getroffen, die in der Kürze der Zeit möglich waren", so Bürgermeister Thomas Dinkelmann. "Aber natürlich gibt es auch hier noch einige Möglichkeiten zur Nachbesserung", versprach er mit Blick auf das Rennen im kommenden Jahr, so der Bürgermeister.

Quelle: RP
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