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E-Bikes in Mettmann
Rathaus muss nicht mehr strampeln

E-Bikes in Mettmann: Rathaus muss nicht mehr strampeln
Frithjof Gerstner übergab die beiden E-Bikes an Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Ferdinand Ortmann . FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Das Energieunternehmen Innogy möchte die Elektromobilität in der Region fördern. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung können sich über zwei E-Bikes freuen. Von Oliver Wiegand

Als Bürgermeister Thomas Dinkelmann vor drei Jahren in sein Amt gewählt wurde, hat er sofort den Dienstwagen ausgetauscht. Dinkelmann fährt einen Wagen, der sowohl mit Benzin, als auch mit Elektrokraft fährt. Für die Zukunft kann er sich vorstellen, sogar gänzlich auf den Benzinantrieb zu verzichten und rein dienstlich nur noch mit Elektroautos unterwegs zu sein. Für kurze Strecken - sei es zur Eröffnung des Weinfests oder einen Termin bei der Kreisverwaltung an der Düsseldorfer Straße - hat Dinkelmann jetzt schon eine Alternative.

Das Energieunternehmen Innogy stellt der Stadt Mettmann zwei neue E-Bikes zur Verfügung. Die beiden Räder sind noch nicht als Diensträder der Stadt zu erkennen, sondern tragen gut sichtbar als Werbung den Schriftzug Innogy. "Aber das kann man ja noch ändern", sagte Dinkelmann gestern bei der Übergabe der beiden Räder, die mit einer kleinen Ladestation ausgeliefert wurden.

Die Ladestation darf nicht nur der Bürgermeister benutzen, sondern jeder Bürger, der mit seinen E-Bike zum Rathaus kommt. "Die Ladestation soll jeder benutzen können", sagt Dinkelmann. Doch nicht nur der Bürgermeister wird bei Außenterminen Muskelkraft sparen können. Ferdinand Ortmann, beim Fachbereich 3 der Stadt als Sachgebietsleiter für die Grünflächen zuständig, wird eines der beiden Fahrräder ebenfalls nutzen. "Ich kontrolliere Bäume, die eventuell umstürzen können, ich bin in Schulen oder auch beim Kreis, da kann ich das Rad gut gebrauchen", sagt Ortmann, der gemeinsam mit dem Bürgermeister einige Proberunden drehte. Erstes Fazit: "Das geht richtig ab".

Für kurze Wege in der Stadt will Ortmanns das Auto künftig stehen lassen. Auf Diensträder hat die Stadt Metmann bislang verzichtet, weil aufgrund der Topografie das Radfahren doch sehr anstrengend war. Bei den beiden E-Bikes handelt es sich um sogenannten "Pedelecs", das heißt der Elektromotor greift nur mit ein, wenn man auch selbst in die Pedale tritt. "Laut EU-Verordnung sind maximal 250 Watt Leistung und 25 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit vorgesehen", erklärt Judith Meuter, Sprecherin von Westnetz. In anderen Städten des Kreises habe man ebenfalls bereits Fahrräder übergeben.

Das Unternehmen selbst überlegt, seine komplette Dienstwagenflotte von mehr als 1000 Fahrzeugen auf Elektrofahrzeuge umzurüsten, berichtet Frithjof Gerstner von Innogy. Im Februar wurde bekannnt, dass die Stadt Mettmann mit dem Unternehmen innogy Netze Deutschland einen neuen Kooperationsvertrag über 20 Jahre geschlossen hat. Bei der Lieferung von Gas gibt es einen entsprechenden Vertrag mit der Rhenag. Für die Bürger der Stadt haben diese Verträge keine direkten Auswirkungen. Doch dafür fließt mehr Geld in den Haushalt.

Waren es früher rund 1,1 Millionen Euro, die jährlich von den Gas- und Stromkonzessionären gezahlt wurden, kommt nun eine Summe von geschätzten 500.000 Euro im Jahr hinzu. Genaue Summen wollte die Stadt im Hinblick auf das Geschäftsgeheimnis nach dem Abschluss der Verträge nicht nennen.

Quelle: RP
 
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