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Mettmann
Ritter kämpfen auf dem Markt

Mettmann: Ritter kämpfen auf dem Markt
Mitglieder des Mittelaltervereins "Leones Pugnae" aus Düsseldorf werden ein Lager auf dem Markt aufschlagen und die Gäste mit ihren Kampfdarbietungen unterhalten. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Großes Programm beim 8. Rhenag-Ritterfest auf dem Markt. An zwei Tagen haben die Rittersleut das Sagen.

Ritter, Knecht und Knappen werden am Samstag, 22. Oktober, und am Sonntag, 23. Oktober, den Mettmanner Markt belagern. Doch keine Angst: Gäste sind zum 8. Rhenag-Ritterfest ausdrücklich willkommen.

Knut Schulz, Geschäftsführer von History und Events, kennt sich in Mettmann bestens aus und weiß bereits, wo die Stände auf dem Markt stehen. Er hat 45 Installationen - so das neudeutsche Wort, das gar nicht zum Ritterfest passt - im Angebot und 75 Menschen mit einer Leidenschaft fürs Mittelalter verpflichtet, die an diesen beiden Tagen Erwachsene und vor allem Kinder in das 12., 13. und 14. Jahrhundert entführen wollen.

Was wäre ein Ritterfest ohne Ritter? Deshalb hat Schulz seine guten Kontakte spielen lassen und Mitglieder des Mittelaltervereins "Leones Pugnae" aus Düsseldorf verpflichtet. Das sind ganz normale Menschen, die in ganz normalen Berufen arbeiten, aber ab und zu in ein Kettenhemd schlüpfen und die Schwerter kreuzen. Wie in den Jahren zuvor werden die Rittersleut ein kleines Lager auf dem Markt aufbauen und die illustre Gästeschar zu einem Blick in das mittelalterliche Leben einladen. Ein Höhepunkt sind die Schwertkämpfe, die an beiden Tagen jeweils um 12.30, 14.30 und um 16.30 Uhr auf dem Markt stattfinden.

Die Kinder können nach diesen Demonstrationen selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man im Zweikampf um einen Schatz kämpft. Die Vorgeschichte, erzählt von Knut Schulz: "Die bösen Ritter haben den Kindern einen Schatz gestohlen. Nach einigen Wortgefechten stürmen die Kinder, unter Führung einer Märchenerzählerin, in die Schlacht und kämpfen mit den Rittern." Keine Angst vor Verletzungen: Es handelt sich bei den Waffen um Soft-Schwerter, von denen keine Gefahr ausgeht. Übrigens: Väter sollen in die Massenkeilerei eingebunden werden, heißt es. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren will Eventmanager Schulz diesmal für mehr Musik auf dem Markt sorgen: Im Stile mittelalterlicher Vaganten sind zwei Musikerinnen der Gruppe "Angerspil" rund um St. Lambertus unterwegs. Wilde und laute Melodien wechseln mit feinen Klängen aus dem Morgen- und Abendland, verträumten Melodien und höfischen Tänzen, dargebracht auf Sackpfeifen, Schlüsselfidel, Harfe, Portativ, Drehleier und Trommeln, so der Veranstalter.

Deftiger wird's bei den Spielleuten der Gruppe "Thekenspieler": Mit Lauten und Trommeln inszenieren sie Tänze und Lieder aus dem Mittelalter und der Renaissance.

Alte Bekannte sind diesem Jahr wieder in Mettmann: Melania, die Gauklerin. Sie wird mit Bällen, Keulen und Diabolos die kleinen und großen Besucher in ihren Bann ziehen und mit ihren Witzen für Lachsalven sorgen, verspricht der Organisator. Tradition ist die Teilnahme des Schmiedes, der über der Esse Hufeisen schmiedet. Besonders Kinder sind von diesem Handwerk magisch angezogen und dürfen sich selbst als Schmied betätigen.

Für Furore sorgt wieder die Märchenerzählerin Fabulix. Staunend sitzen die Zuhörer im Kreise und lauschen den Abenteuern der Erzählerin. Wenn es abends auf dem Markt dunkel ist und Pechfackeln die Düsternis etwas aufhellen, dann erzählt Fabulix Geschichten für Erwachsene.

Was gibt's sonst noch: ein handbetriebenes Karussell, Eierknacker, Messerwerfer, ein Mäuse-Roulette, einen Bogen- und Armbrustschießstand und Kinderschminken. Außerdem Verkaufsstände, an denen man eine Rüstung, Schwerter, Räucherwerk und Ledertaschen erwerben kann. Der Eintritt zu diesem Spektakel ist übrigens frei.

Quelle: RP
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