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Mettmann
Sänger und Musiker glänzen in St. Lambertus

Mettmann. Einen Meilenstein in der musikalischen Historie von St. Lambertus vermochte Matthias Röttger mit den vereinten Chören aus Mettmann und Leichlingen zu setzen. Gleich zwei Werke des englischen Zeitgenossen John Rutter hatte der engagierte Kantor auf's Programm gesetzt und die 150 Sänger in monatelanger Arbeit auf diesen Abend vorbereitet. Von Hanna Eisenbart

Pfarrer Ullmann begrüßte die "Camerata Louis Spohr", ein hervorragendes Projektorchester, das nicht zum ersten Male in Mettmann gastierte und die Chöre Crescendo und Glissando der Chorschule Leichlingen, den Kirchenchor St. Johannes Baptist, Leichlingen sowie die Junge Kantorei, den Jugend- und den Kirchenchor St. Lambertus. Der "Mass of the Children", einer Komposition, die sich liturgisch einer missa brevis, also einer kurzen Messe anlehnt, wurden poetische Teile hinzugefügt und beschrieb dadurch den Ablauf eines gesamten Tages. Hier begeisterten nicht nur die klaren Stimmen der Jugendchöre. Dem Chor gelang es unter dem überaus exakten Dirigat Röttgers, die so unterschiedlichen musikalischen Färbungen zwischen dem Flehen um Erbarmen (Kyrie), der jubilierenden Freude, Ehre sei Gott (Gloria) und dem innigen Flehen nach Frieden (Agnus Dei) Ausdruck zu verleihen. Ein besonderes Kompliment gilt den beiden Solisten Daniela Bosenius (Sopran) und dem Bariton Dimitri Vargin, die sich mit ihren sehr schönen Stimmen, souverän in den großen Klangkörper einreihten. Von Bach bis Rutter ist das Magnificat eine Komposition zur Verehrung Mariens und wie Pfarrer Ullmann betonte, dass mit Maria die Frauen aller Nationen ihre Würde erhalten werden.

Mit viel Blech(-blasinstrumenten) und Schlagwerk begann dass Magnificat und ein ergreifend schlichtes, aber rhythmisch betontes Thema geisterte durch Stimmen und Tonarten und pries die Größe des Herrn.

Wiederum waren Texte eingefügt, die von einer lieblichen Rose erzählten,- Sinnbild der Jungfrau Maria.

Hier im Magnificat hatte nur die Sopranistin - wie kann es anders sein - das solistische Wort und mit ihrem warmen Sopran schuf sie glanzvolles Miteinander mit Chor und Orchester. Immer wieder drängte sich aktuelle Not in das biblische Wort: Die Hungernden füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen - ein frommer Wunsch.

Ein furioses Gloria leitete das Finale ein und in kompositorisch hervorragender Weise greift John Rutter das Thema des ersten Satzes im letzten nochmals auf, um in innigem Gebet um Hilfe zu bitten.

Eine grandiose Leistung der vereinten Kirchenchöre, die ein hervorragendes Orchester an ihrer Seite wussten und wunderschönen Schmuck durch die beiden Solisten erhielt. Ein ganz besonderes Kompliment geht an den Motor dieses Projektes, an Kantor Matthias Röttger.

Quelle: RP
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