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Mettmann
Schnelle Hilfe bei Störungen im Mettmanner Stromnetz

Mettmann: Schnelle Hilfe bei Störungen im Mettmanner Stromnetz
Dennis Boenki, Georg Narciß und Lutz Anke (v.l.) stellten die neue Ortsnetzstation in Metzkausen vor. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Das Unternehmen Westnetz hat drei automatisierte Ortsnetzstationen im Stadtgebiet gebaut. Von Christoph Zacharias

Das Unternehmen Westnetz hat in Mettmann sein Stromnetz modernisiert. Drei konventionelle Ortsnetzstationen in der Hasseler Straße am HHG, Spessartstraße und Breslauer Straße sind durch automatisierte Ortsnetzstationen an gleicher Stelle ausgetauscht worden. Westnetz hat für jede der drei Stationen rund 60.000 Euro investiert.

"Durch gezielte Automatisierung im Ortsnetz können Reaktionszeiten bei Störungen deutlich verringert werden. Hierzu werden die Ortsnetzstationen direkt an das bestehende Leitsystem der Westnetz angebunden", sagt Netzplaner Lutz Anke. Beispiel: In Mettmann gibt es an irgendeiner Stelle in den 473 Kilometer langen Leitungen einen Defekt. Früher musste ein Mitarbeiter die Störung suchen, finden, am besten auch beheben. Das hat viel Zeit in Anspruch genommen. Jetzt geht das einfacher. In der Zentrale in Wesseling sieht der Mitarbeiter, wo der Fehler aufgetreten ist, kann ihn orten und schaltet quasi eine Umleitung über die neuen Ortsnetzstationen. Die Kunden kommen so schneller wieder ans Netz. "Die Kombination von Fernsteuerung und Fernmeldung ist die Automatisierungsvariante mit dem meisten Nutzen", sagt Dennis Boenki von Westnetz. So werde im Fall einer Störung die Fehlerdiagnose verbessert, gleichzeitig könne die Zeit bis zur Wiederversorgung verkürzt werden, und zwar zum Teil, noch bevor der Techniker losgefahren ist. "Das System spart also Zeit und führt bei einer Störung zu noch kürzeren Ausfallzeiten."

Spannend, so Netzplaner Lutz Anke, sei die eingebaute Technik: Durch ferngesteuerte Lasttrenn-Schalter sind die Schalthandlungen im Netz direkt durch die Leitwarte möglich. Außerdem reagieren die Westnetz-Mitarbeiter mit dieser modernen Technik besser auf Schwankungen im Netz, die durch Wind- und Solareinspeisung entstehen können. "Durch den Einbau automatisierter Ortsnetzstationen werden mehr Daten und Messwerte aus dem Netz aufgenommen und beobachtet. Mit Hilfe dieser Kommunikation der Netzdaten können wir Lastflüsse optimieren und damit die weiterhin hohe Versorgungsqualität gewährleisten".

Quelle: RP
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