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Mettmann
Schwarzbachstraße teilweise gesperrt

Mettmann: Schwarzbachstraße teilweise gesperrt
Nach dem Verkehrskonzept soll dieser Bereich der Schwarzbachstraße für den Autoverkehr gesperrt werden. Nur Busse können dort fahren. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der Planungsausschuss diskutierte gestern Abend drei Stunden über das neue Verkehrskonzept. Eine Probephase wird es nicht geben. Die Schwarzbachstraße soll am Jubi nur noch für Busse, Radfahrer und Taxen geöffnet werden. Von Christoph Zacharias

Drei Stunden diskutierten gestern die Mitglieder des Planungsausschusses zusammen mit der Verwaltung über das neue Verkehrskonzept und seine möglichen Auswirkungen. Hintergrund ist die Eröffnung der Seibelquerspange am 2. Oktober.

Vorgeschichte: Die Bauverwaltung hatte nach einem politischen Beschluss des Ausschusses eine Probephase erarbeitet. Sie sah eine "weiche" und eine "harte" Lösung vor. Gravierender Unterschied der beiden Konzepte: Die Flintrop-Straße wird etwa in Höhe Einmündung Schwarzbachstraße bis Poststraße komplett für den Verkehr gesperrt. Nur Busse, Taxen und Radfahrer können dort fahren.

Nach langer Diskussion war klar, eine Probephase - egal ob "weich" oder "hart" - fand keine Mehrheit. Grund: Zu aufwendig, zu teuer, nur Verkehrsschilder bringen nichts oder werden missachtet. Vielmehr soll während der Umbauphase (Breite Straße und untere Flintrop-Straße als verkehrberuhigte Zone) ab Mitte 2016 geschaut werden, wie sich der Verkehr entwickelt. Also eine Testphase während der Bauarbeiten.

Es war die Verwaltung selbst, die den Gordischen Knoten nach drei Stunden durchschlug:

1. Es wird bereits bei der Eröffnung der Seibelquerspange eine klare Beschilderung an der Brücke angebracht, die dem Autofahrer klar macht, wo er hinfahren muss, um von A nach B zu kommen.

2. Mittelfristig wird die Schwarzbachstraße zwischen Volksbank und Einfahrt Tiefgarage Kreissparkasse für den Individualverkehr gesperrt.

3. Die Beschilderung der Osttangente, Elberfelder Straße und Flurstraße wird ebenfalls zügig so verändert, dass Autofahrer die aus Richtung Wülfrath oder aus dem Neandertal, beziehungsweise Südring, kommen, auch wissen dass sie die neue Umgehungsstraße fahren sollen und nicht den Weg durch die Innenstadt nehmen. Bevor Ampelschaltungen verändert, Links- oder Rechtsabbiegerspuren verkürzt oder verlängert werden, Anlieger- oder Einbahnstraßen eingeführt werden, soll ein Experte den Verkehr in Mettmann unter die Lupe nehmen; und zwar insgesamt - nicht nur in der Innenstadt.

Er soll in den nächsten Wochen seine Arbeit aufnehmen und untersuchen, wie sich die Verkehrsströme nach der Eröffnung der Seibelspange und Osttangente entwickeln. Also: Läuft mehr Verkehr über die Nordstraße, Berliner Straße, über die Lutterbecker Straße, über die Eichstraße und über den Goldberg? Wenn ja, was kann man tun, dass die Verkehre gleichmäßiger verteilt werden, beziehungsweise wie kann man den "Mehr-Verkehr" aus den Wohnstraßen herausholen. Dabei wird dann auch die Frage erörtert werden müssen, ob die Flintrop-Straße tatsächlich gesperrt wird oder nicht.

Die Vorschläge der Anwohner der Nordstraße (Tempo 30, Lkw-Verkehr raus, Parken beibehalten) und des Goldbergs (Verengung der Fahrbahn, Parken, Ampelschaltung usw.) sollen in diese Untersuchung und in dieses Konzept hinein gearbeitet werden.

Quelle: RP
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