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Mettmann
Schwimm-Marathon mit 210 Startern

Mettmann: Schwimm-Marathon mit 210 Startern
Die DLRG veranstaltete wieder ihr 24+1-Stundenschwimmen im Hallenbad. FOTO: dietrich janicki
Mettmann. Der Schwimmtag fand jetzt zum zehnten Mal statt. Vor allem Kinder will die DLRG damit ermutigen, sich etwas zuzutrauen. Von Rabea Gruber

Große und kleine Wasserratten sind am Wochenende um die Wette geschwommen. Im Hallenbad am Lavalplatz richtete die DLRG wieder das beliebte 24-Stunden-Schwimmen aus: Ab Samstag, 13 Uhr, hatten die Sportler einen ganzen Tag lang Zeit, so viele Bahnen wie möglich zu schwimmen. Wegen der Zeitumstellung konnte man diesmal sogar 25 Stunden lang geschwommene Meter sammeln. Die Ortsgruppen der DLRG kämpften um den Wanderpokal, der am Ende nun schon zum fünften Mal in Folge nach Hagen ging. Aber auch Einzelkämpfer und Familien gingen an den Start. Die längste Strecke schaffte der 20-jährige Lukas Rose mit 30.500 Metern. Die Gesamtzahl aller Teilnehmer betrug 1.422.860 Meter. Die Durchschnittsstrecke 6.776 Meter.

Schnelle und langsamere Schwimmer hatten genug Platz, sich auf die fünf Bahnen des Sportbeckens zu verteilen. Schon die jüngsten Schwimmer waren mit Ehrgeiz bei der Sache. "Ich will auf jeden Fall zwei Bahnen schaffen", erklärte der siebenjährige Nico vor dem Start. Er hatte erst einige Tage vor dem Ereignis sein Seepferdchen gemacht und wollte nun unbedingt zeigen, wie weit er schon schwimmen kann. Am Ende schaffte er sogar 350 Meter. "Die Kinder wachsen oft über sich hinaus, wenn sie erst mal im Wasser sind", sagte die DLRG-Sprecherin Petra Herresbach. Und da alle innerhalb der 25 Stunden geschwommenen Bahnen zählten, durfte man zwischendurch auch mal ein Päuschen einlegen. "Der Spaß am Schwimmen soll im Vordergrund stehen. Die Kinder dürfen auch hier im Schwimmbad übernachten - das ist immer etwas ganz Besonderes", sagte Herresbach.

Viele Schwimmer hatten sich auch persönliche Ziele gesteckt. "So 15 Kilometer möchte ich gerne machen", kündigte DLRG-Mitglied Jonas Neveling an. Das schaffte er auch und sicherte sich damit sogar eine Goldmedaille. Teilnehmerurkunden gab es für alle. Der Radsportverein Edelweiß brachte gleich eine ganze Gruppe Sportler an den Start. "Auf dem Rad schaffen wir zwar mehr Kilometer, aber Schwimmen macht auch immer viel Spaß", erzählte Ulrike Kersten, die Jugendwartin des Vereins. Schon seit einigen Jahren nehmen die Radler regelmäßig an dem Schwimmtag teil. "Die Veranstaltung ist immer toll organisiert und eine schöne Abwechslung", so Kersten. Das sahen auch andere Teilnehmer so. "Wir haben schon öfter hier mitgemacht", berichtete Michaela Stähr, die mit ihren beiden Kindern gekommen war. Sie sammelten allerdings nicht als Gruppe Kilometer, sondern schwammen als Einzelkämpfer oder für die DLRG.

Der große Schwimmtag fand nun schon im zehnten Jahr statt. Vor allem junge Schwimmer will die DLRG damit ermutigen, sich etwas zuzutrauen. "Jedes Kind sollte schwimmen können. Wir sind froh, dass sich so viele dafür begeistern", sagte Verena Muche vom Organisationsteam. Der Bedarf an Schwimmkursen sei groß: Etwa 80 Kinder stehen aktuell allein für den Seepferdchenkursus auf der Warteliste. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich also.

Quelle: RP
 
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