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Mettmann
Seit Mai Leerstand im ehemaligen Café Kaiser

Mettmann: Seit Mai Leerstand im ehemaligen Café Kaiser
Zukunft ungewiss: Zieht Gastronomie in den Ellipsenbau oder wird künftig ein Geschäft dort seine Waren anbieten? FOTO: achim blazy
Mettmann. Der Mettmanner Bauverein als Eigentümer verhandelt noch mit zwei Interessenten aus Mettmann. Möglicherweise doch keine Gastronomie. Von Christoph Zacharias

Seit Anfang Mai steht das Ladenlokal, in dem früher das Café Kaiser beheimatet war, leer. Der ellipsenförmige Bau auf dem Jubiläumsplatz gehört dem Mettmanner Bauverein (MBV). Volker Bauer, Chef des Bauvereins, teilte bereits Anfang Mai mit, dass es mehrere Interessenten gebe, die in das leerstehende Ladenlokal ziehen möchten. "Dort wird es künftig Gastronomie oder ein Café geben. In vier bis sechs Wochen fällt die Entscheidung", sagte Bauer noch im Mai. Mittlerweile ist es Mitte Oktober.

Von den ehemals drei Bewerbern sind noch zwei im Rennen, sagte gestern MBV-Vorstandsmitglied Bodo Nowodworski auf Nachfrage. Man stehe mit den beiden Interessenten, die aus Mettmann seien, bereits seit längerer Zeit in Verhandlungen. Bislang offenbar ohne greifbares Ergebnis. In den nächsten Tagen sollen noch Gespräche geführt werden, sagte Nowodworski. "Wir fordern ein langfristiges und griffiges Unternehmenskonzept". Es würde nichts bringen, wenn der Bauverein nach einem halben Jahr feststelle, dass die Sache nicht laufe.

Egal, wer als Betreiber in die Räume des Café Kaisers einzieht, es muss investiert werden, und zwar erheblich. Dabei spielt es eine große Rolle, ob in dem Ellipsenbau gekocht wird oder nicht. Denn: Es sind keine Kühlung, kein Fettabscheider und keine Entlüftung vorhanden. "Das sind erhebliche Investitionen", sagte Nowodworski.

Zwei Bewerber hatten sich vor Monaten gemeldet. Ob sie noch Interesse haben, ist nicht bekannt. Es handelte sich um Binali Erdogan, der seit Jahren Pächter des Kiosks gleich nebenan ist. Er favorisiert ein mediterranes Konzept mit preiswerten Gerichten tagsüber und einem besonderen Angebot für den Abend. Dann hatte Mladen Ivankovic, Pächter der Brauereiausschänke Frankenheim in Mettmann und Ratingen, Interesse. Er hatte ebenfalls ein Konzept in der "Pipeline" (anspruchsvolle Event-Gastronomie, mediterranes Angebot). Nach unseren Informationen ist sein Interesse mittlerweile abgekühlt. Weitere Knackpunkte: Wie werden die Kosten für den Um- oder Anbau verteilt? Was zahlt der Pächter, was der Bauverein und welche Auswirkungen haben die Investitionen auf die Pacht?

Die Begeisterung der Gastronomen halte sich nach den jüngsten politischen Entscheidungen im Rahmen. Sollte die Schwarzbachstraße geschlossen werden, hätte dies auch Auswirkungen auf den Jubi. Verödet der Platz oder bieten sich neue Chancen einer Belebung. Sollte das Gastronomiekonzept nicht greifen, müsse man sich etwas anders überlegen. Möglicherweise zieht ein Geschäft in die Ellipse, sagte Nowodworski. Wenn die Verhandlungen mit den Mettmannern platzen, wolle man überregional Mieter und Betreiber suchen.

Quelle: RP
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