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Mettmann
Seniorentreffs bangen um ihre Zukunft

Mettmann: Seniorentreffs bangen um ihre Zukunft
Marlies Boeken steigt mit dem Rollator aus dem Bus. Helmuth Spathmann (DRK) und Busfahrer Werner Pohl geben Tipps zum richtigen Gebrauch. FOTO: A. Blazy
Mettmann. Bei der Messe für ältere Menschen in der Kö-Galerie gab es Kritik an der Zuschusspraxis des Kreises Mettmann. Von Klaus Müller

Es war eine gute Idee, den Seniorentag in Kooperation zwischen dem Runden Tisch für Seniorenfragen (RTfS) und dem City-Management der Königshof-Galerie zu veranstalten. An den einzelnen Ständen auf zwei Etagen in der Kö-Galerie waren viele Besucher, die sich über das breite Angebot der Seniorenarbeit in Mettmann informierten. "Den jetzigen Standort in die Kö-Galerie sehe ich sehr positiv. Hier haben wir nämlich über den ganzen Tag verteilt viel Laufkundschaft. Dadurch können wir mehr Interessierte über unsere umfangreichen Aufgaben informieren, als dies früher der Fall war." Er könne sich gut vorstellen, dass der Seniorentag in Zukunft regelmäßig in der Königshof-Galerie durchgeführt wird, betonte Stefan Wigge. Der Vorsitzende machte deutlich, dass der Runde Tisch für Seniorenfragen in Mettmann recht aktiv sei und im Jahresverlauf verschiedene Veranstaltungen für die Senioren anbiete. So werde demnächst ein Themen-Info angeboten, bei dem über die Auswirkungen des Pflegeleistungsgesetzes II fachkundig berichtet werde. "Da geht es beispielsweise um die Umstellung von Pflegestufen in Pflegegrade. Ein Thema, das für die Senioren sehr wichtig ist."

"Wir haben heute auch den Welt-Alzheimertag", sagte Birgit Palm am Stand vom Seniorentreff "Jut Stuw". Die Senioren-Treffs wie beispielsweise das DRK, die AWO, das Johanneshaus und der Caritas-Netzwerktreff waren bei dem Seniorentag gut vertreten. Für sie ist diese Veranstaltung wichtig, um auf die Arbeit in den Seniorentreffs aufmerksam zu machen. Zumal die Seniorentreffs im Fokus der politischen Diskussion im Kreis stehen. "Es ist oft gar nicht bekannt, was wir in den Seniorentreffs alles an wichtiger Arbeit für die älteren Mitbürger leisten", sagte Susanne Ribbert vom DRK. "Wir sind auf die Zuschüsse des Kreises Mettmann für unsere Seniorenarbeit angewiesen. Leider werden dort unsere Tätigkeiten mit einem kritischen Auge begleitet." Auch die anderen Seniorentreffs bangen um ihre Zukunft. "Wir haben uns miteinander verständigt, dass in Mettmann nicht die gleichen Angebote in allen Seniorentreffs gleichzeitig stattfinden, sondern sich die einzelnen Treffs auf bestimmte Angebote konzentrieren. Dies führt zu Kostensenkungen", erläutert Robert Güde von der Caritas.

Die Awo lud zusammen mit dem Aktionsbündnis Seniorensicherheit zu einer Diskussion mit dem Thema "Sicherheit im öffentlichen Verkehr" ein. "Wir bieten als Awo schon seit vielen Jahren das Essen auf Rädern für Senioren an. Neben der Essenslieferung kümmern wir uns auch um die Interessenten und betreuen sie ", sagte Kreisvorsitzender Hans-Anton Fliegauf. "Leider sehen jetzt kommerzielle Anbieter dort ein Geschäftsfeld. Die liefern das Essen und damit hat es sich", fügt Ortsvereinsvorsitzender Hans Duncker hinzu.

Quelle: RP
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