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An(ge)dacht
Sich an einfachen Dingen erfreuen

An(ge)dacht: Sich an einfachen Dingen erfreuen
Pfarrer Christoph Biskupek, katholische Gemeinde St. Franziskus Hochdahl. FOTO: DJ
Hochdahl. Das Leben kann zu einem Fest werden, wenn wir es nur schaffen, uns über die alltäglichen und einfachen Dinge zu freuen. Leider erliegen wir oft der Gefahr, das Alltägliche und Einfache für selbstverständlich zu halten und ihm keinen Wert mehr beizumessen.

Aber: Es ist nicht selbstverständlich, am Morgen aufzustehen und das Erwachen der Natur mitzuerleben. Es ist nicht selbstverständlich, eine gute Tasse Kaffee zum Frühstück zu trinken. Es ist nicht selbstverständlich, mit den Seinigen zu plaudern und sich mit ihnen über den Tagesablauf zu verständigen. Es ist nicht selbstverständlich, Arbeit zu haben und gesund zu sein, um sie mit erneuerten Kräften angehen zu können.

Es ist nicht selbstverständlich, Freunde zu haben und sich mit ihnen auszutauschen. Es ist nicht selbstverständlich, über einen guten Appetit zu verfügen und mit Lust zu Mittag zu essen. Es ist nicht selbstverständlich, ein interessantes Hobby zu haben und sich ihm widmen zu können. Es ist nicht selbstverständlich, in Not bei einer Familie Aufnahme und Verständnis zu finden. Es ist nicht selbstverständlich, geistig und materiell in der Lage zu sein, Notleidenden zu helfen. Es ist nicht selbstverständlich, sich um all das Gedanken zu machen und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen – zum eigenen Wohl und zum Wohl der anderen. Das waren zehn verschiedene Dinge, die Sie bestimmt noch erheblich ergänzen können.

Ihr Leben wäre in der Tat ein Fest, wenn es Ihnen gelänge, sich täglich an ihnen zu erfreuen."Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken" (Psalm 43,5). Gründe gibt es genug!

Pfarrer Christoph Biskupek, katholische Gemeinde St. Franziskus Hochdahl

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