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Mettmann
Sohn von Zwangsarbeitern benötigt Geld für Krebstherapie

Mettmann. Die Eltern von Anatolji Michailovitsch Rossocha arbeiteten bei Wagner und Englert in Mettmann. Von Christoph Zacharias

Der Verein Spurensuche bittet um Spenden für einen Ukrainer, der am 30. Januar 1944 als Sohn ukrainischer Zwangsarbeiter in der Landesfrauenklinik Wuppertal geboren wurde. Anatolji Michailovitsch Rossocha ist an Krebs erkrankt und benötigt 1500 Euro für eine Chemotherapie in seiner Heimat.

Die Geschichte: Seine Eltern waren aus der Ukraine im Oktober 1943 aus Krasnaja Popowka in der Ukraine ins Deutsche Reich deportiert. Sie mussten in Mettmann in der Gießerei Wagner & Englert arbeiten. Nach der Befreiung kehrte die Familie in die Ukraine zurück. Auch wenn er noch so klein war, dass er sich gar nicht mehr bewusst an seine Zeit in Deutschland erinnern kann, so hat die Kriegszeit doch sein ganzes Leben geprägt, sagt Rainer Köster. In der Schule hat die Lehrerin dafür gesorgt, dass die anderen Kinder ihn gemieden haben. So wurde er als Kind einer vermeintlichen Kollaborateurin lange ausgegrenzt. Diese Kränkung hat ihn Jahrzehnte begleitet. Anatolij Rossocha ist nun an Krebs erkrankt und kann die Behandlungskosten in der Ukraine nicht bezahlen.

Anatolij Rossocha fühlt sich seiner deutschen Heimat sehr verbunden. Zweimal konnte er die Orte seiner bergischen Kindheit besuchen, darunter die Landesfrauenklinik Wuppertal und das Lager in der Südstraße in Mettmann, in dem er seine ersten Monate verbracht hat.

Kontonummer Spurensuche: Stadtsparkasse Wuppertal IBAN: DE 4733 0500 0000 0044 2236, Kennwort "Rossocha".

Quelle: RP
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