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Kreis Mettmann
Spannende Baukunst im Kreis erkunden

Kreis Mettmann: Spannende Baukunst im Kreis erkunden
Der Bahngüterschuppen in Heiligenhaus ist jetzt eine Rösterei. FOTO: Jens Hecker
Kreis Mettmann. Das Wochenende steht in ganz NRW im Zeichen der Architektur. Auch im Kreis Mettmann gibt es einiges zu entdecken. Von Dorian Audersch

Klare Linien, verspielte Formen und kreative Ansätze für statische Herausforderungen - Beispiele für gelungene Architektur gibt es in jeder Stadt. Insgesamt 375 neue und modernisierte Bauwerke in Nordrhein-Westfalen können am Wochenende im Rahmen des Tags der Architektur besucht werden.

"Es werden vor allem Objekte vorgestellt, die durch Gestaltung und Ausführung Freude machen", sagt Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer. Ziel der Aktion sei, möglichst viele Menschen für die Planung und Umsetzung von Gebäuden aller Art zu Begeistern. "Dabei gibt es auch die Möglichkeit, vor Ort mit Architekten, Bauherren und Planern ins Gespräch zu kommen."

Auch die Städte im Kreis Mettmann sind zumindest teilweise im Programm - so wie Erkrath, wo es laut Prospekt ein "Einfamilienhaus mit Einlieger in moderner Holzbauweise" zu sehen gibt (Freiheitsstraße 2). Erdwärmepumpe, Photovoltaik-Anlage, Holzkonstruktion und Barrierefreiheit zeichnen das Haus aus. Einen Keller gibt es zwar nicht, aber dafür einen zweigeschossigen Winterarten, um den das Gebäude in L-Form angeordnet ist.

In Heiligenhaus ist der ehemalige Bahngüterschuppen, der 2014 zu einer Kaffeerösterei mit Café umgebaut wurde, von Interesse (Westfalenstraße 12). Innen und außen wurde komplett saniert. Technisch, energetisch und gestalterisch ist der Bau auf dem neusten Stand. Bei trockenem Wetter dient ein alter Waggon als Terrasse.

Einen ganz anderen Anblick bietet der Grünzug im Technologiepark Haan, der durch bunte Blüten laut Katalog einen fast schon "savannenartigen Charakter" vermittelt (Millrather Straße 30). Gedacht ist das von niedrigen Gabionenmauern sowie Sitz- und Ruheplätzen akzentuierte Areal als Naherholungs- und Regenerationsfläche. Außerdem vernetzt es den Stadtteil Gruiten mit den Gebieten Düsseltal/Neandertal.

Eine denkmalgeschützte Stadtvilla aus dem Jahr 1905 ist hingegen in Hilden zu sehen (Walder Straße 24). Das Gebäude stand lange leer und verfiel zunehmend - bis das Architekturbüro von Christof Gemeiner dort heimisch wurde. Bei der Sanierung war auch das Sichtbarmachen von Gebrauchsspuren Teil des Konzeptes. Die Fassade des dreigeschossigen Hauses ist mit Elementen wie Rost, Streichputz und poliertem Kalkputz gestaltet.

In Langenfeld steht an zwei Adressen (Zum Stadtbad 25 und Ganspohler Straße 8) die energetische Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern im Fokus. Erneuerung der Fenster, Dämmung der Außenwände und des Daches sind laut des Prospektes gut gelungen.

Zudem wurde bei dem Einfamilienhaus Zinkblech im Dachbereich und Teilen der Fassade verwendet, was dem Gebäude "moderne Charakterzüge und eine gewisse Leichtigkeit" verleiht. An der Ganspohler Straße sind durch neu eingebaute Balkone und Farbakzente der Fassade interessant. Die Form des Hauses ist hingegen auf das Wesentliche reduziert. "Am Wochenende können Besucher ein breites Spektrum an spannender Architektur erkunden - von innen und von außen", meint Uhing.

Quelle: RP
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