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Mettmann
Spatenstich am Königshof

Mettmann: Spatenstich am Königshof
Zehn Herren mit kräftigen Händen, darunter Bürgermeister Bernd Günther (4.v.l.), sein Vorgänger Bodo Nowodworski (3.v.l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Jan Söffing (5.v.l.), lässt der Mettmanner Bauverein zum ersten Spatenstich für das Bauprojekt Am Königshof antreten. Der Bagger hat zuvor den gefrorenen Boden aufgelockert. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Der Mettmanner Bauverein beginnt mit der Realisierung des Geschäfts- und Wohnkomplexes. Der Generalunternehmer MBN aus Köln will Firmen aus Mettmann und der Region am Bau beteiligen. Von Jürgen Fischer

Mit zahlreichen Gästen und vielen kräftigen Händen hat der Mettmanner Bauverein gestern Vormittag zum symbolischen ersten Spatenstich für den Wohn- und Geschäftskomplex am Königshof angesetzt. Mettmanner Bürger, vor allem aus der Nachbarschaft, Vertreter des Mettmanner Stadtrates und der Verwaltung, Geschäftspartner und künftige Nutzer der Gebäude waren auf das ehemalige Schulgelände gekommen, wo in den nächsten Monaten 52 Wohnungen und 1800 Quadatmeter Geschäftsfläche entstehen.

MBV-Vorstandssprecher Volker Bauer machte deutlich, dass er den straffen Zeitplan einzuhalten gedenkt: Den Verantwortlichen des Generalunternehmers MBN Bau Köln GmbH überreichte er einen Taschenkalender im Scheckkartenformat. Darauf sind zwei Daten markiert: der 3. Februar für den ersten Spatenstich und der 22. Dezember 2012 für die Fertigstellung.

Bereicherung der Kreisstadt

Der Vorsitzende des MBV-Aufsichtsrates, Jan Söffing, gab der Hoffnung Ausdruck, dass der neue Bau die "lang ersehnte Bereicherung des Kaufangebotes" in der Kreisstadt bringen möge und Mettmann als Einzelhandelsstandort stärken. Er gab sich zuversichtlich – immerhin bestimmt der MBV seit 100 Jahres das Mettmanner Stadtbild mit und ist selbst ein Stück Stadtgeschichte.

Bürgermeister Bernd Günther erinnerte daran, dass die ersten Gespräche über das Königshof-Areal und die Überlegungen, wie Karstadt und die Innenstadt zusammengebracht werden könnten, 20 Jahre zurückliegen. Zwei Investoren haben in der Folge die Segel gestrichen und eingestanden, dass sie sich mit dem Kö-Karree verhoben haben. Die Insolvenz von Hertie dann habe die Chance gegeben, einen neuen Anfang zu machen und noch einmal nachzudenken.

Der Mettmanner Bauverein trat im Jahr 2005 auf den Plan und engagiert sich seitdem für das Projekt. Manches Mal, so räumte Vorstandssprecher Bauer ein, seien Zweifel gekommen, ob das Vorhaben gelingen könne. Seit gestern ist die Zeit der Ungewissheit vorbei.

Besonders zufrieden zeigte er sich über die Zusicherung des Generalunternehmers, Firmen aus Mettmann und der heimischen Region in die Vergabe von Gewerken einzubeziehen. Die Düsseldorfer Kreissparkasse, deren Mettmanner Chef Klaus Velleuer ebenfalls unter den Gästen war, legt ein Sonderprogramm zur Vermarktung der Wohnungen auf.

Den Mettmanner Bürgern dankte Bauer für die Anregungen, mit denen sie sich an der Planung des Projektes beteiligt haben. Die Nachbarn der Baustelle bat er um Verständnis für die Belästigungen, die sie zu ertragen haben werden.

www.rp-online.de/mettmann

Quelle: RP
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