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Mettmann
SPD rückt von neuer Gesamtschule ab

Mettmann. Die SPD will die Schullandschaft in der Kreisstadt ordnen und hat deshalb einen Antrag im Schulausschuss gestellt, der jetzt in den Fraktionen diskutiert wird. Da beide Gymnasien (KHG und HHG) erklärt haben, zu G 9 zurückkehren zu wollen, ist die unverbindliche Elternbefragung zur Schullandschaft obsolet. Über 70 Prozent der Eltern hatten sich damals für eine Gesamtschule ausgesprochen - unter der Prämisse, dass beide Gymnasien G 8 bleiben.

Eine neue Gesamtschule, so eine Machbarkeitsstudie, würde der Stadt 16 bis 23 Millionen Euro kosten. Und ein Gymnasium müsste schließen, da Mettmann keine Schüler für drei Oberstufen hat. SPD-Fraktionschef Florian Peters möchte, dass an der Carl-Fuhlrott-Realschule ein Bildungszweig für Hauptschüler angeschlossen wird. Dies ist nach dem Schulgesetz möglich und wird von Realschul-Rektorin Christiane Bethke auch ausdrücklich begrüßt.

Schon heute werden Schüler mit Hauptschulempfehlung an der Realschule aufgenommen. Zur Erinnerung: Die Anne-Frank-Hauptschule schließt 2018, Mettmanner Hauptschüler müssen heute nach Erkrath fahren. Diese Schülertourismus, auch zur Gesamtschule nach Heiligenhaus, soll in Mettmann gestoppt werden, so das Ziel der SPD. Die Investitionskosten, so SPD-Mann Peters weiter, für den Umbau der Realschule sollen in die Haushaltsplanberatungen eingebracht werden.

Für alle Mettmanner Schulen sollen die Kosten ermittelt werden, die notwendig sind, um den Sanierungsstau aufzulösen. Eine Prioritätenliste soll dabei eine Orientierung bilden. Peters wies darauf hin, dass eine erneute Elternbefragung den Prozess noch weiter in die Länge ziehen würde. Peters dazu: "Dies lehnen wir im Sinne aller Beteiligten ab."

(cz)
 
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